Archiv der Kategorie: iTunes

Vox – Minimaler Musikplayer mit ungeahnten Möglichkeiten

Auf den ersten Blick ist Vox von Alessio Nonni ein minimales Abspielprogramm für Audio-Dateien in vielen Formaten. (aac, mp3, ogg, flac, aiff, wav und viele meh

Auf den zweiten Blick offenbaren sich darüber hinaus erstaunliche Möglichkeiten. Mit Vox kann man nicht nur alle denkbaren Audio-Formate konvertieren, auch die Ausgabe kann man über eingebaute Effekte wie Equalizer, Echo oder Time Stretch manipulieren. Die so veränderten Dateien lassen sich dann in vielen Formaten exportieren.

So harmlos sieht Vox beim Start aus, mit einigen Klicks sind alle Funktionen eingeblendet und der Monitor reicht kaum noch für alle Fenster.

Bei der Bearbeitung der Dateien kann man dabei auch auf Effekt-Plugins wie die integrierten Apple-AU-Plugins zugreifen oder (über einen entsprechenden Wrapper wie VSTAU Manager auch auf unzählige frei verfügbare VST-Effekte zugreifen. Ob man damit sinnvolles anstellen kann, mag jeder für sich selbst entscheiden, für mich ist es nicht viel mehr als eine Spielerei.

Die Voreinstellungsmöglichkeiten sind ebenfalls sehr vielfältig. Ich habe zwei Einsatzmöglichkeiten für mich entdeckt: einfaches Musikhören ohne das iTunes-Monster, wenn es mal knapp mit Speicher und CPU-Ressourcen wird. Growl-Unterstützung, ein Miniplayer in der Menüzeile und Last.fm-Scrobbling bringt VOX natürlich auch mit. Und mit dem Time Stretching kann ich mir beim Bass-Üben meine Lieblingstitel auf eine lernfreundliche Geschwindigkeit herunterregeln. ;)

Ein lebendiges User-Forum und die geplanten Features lassen erwarten, dass Vox noch attraktiver werden wird.

Systemvoraussetzungen:  OS X 10.4
Download: Vox 0.2.8 beta 2
Lizenz: Donationware

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QuickTag – bequemes Taggen in iTunes

Vor allem, wenn man auf „intelligente Wiedergabelisten“ setzt, sind zusätzliche Filterkriterien in der iTunes-Bibliothek sehr hilfreich. Mit Shtaggle und Moody habe ich bereits zwei Hilfsprogramme vorgestellt, mit denen man iTunes-Titel taggen kann. Nun kommt mit QuickTag ein neuer Kandidat hinzu.
Ganz bequem kann man damit den aktuell in iTunes laufenden Titel (oder auch mehrere gleichzeitig) mit Tags versehen. In welches Feld und in welcher Syntax die Tags geschrieben werden sollen, ist frei konfigurierbar. Da die Tags z.B. im Feld „Kommentar“ direkt in die MP3-Datei gespeichert werden, sind sie nicht nur iTunes-unabhängig, sie werden sogar mit Spotlight gefunden.
Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Lizenz: Donationware

Geschrieben via email auf freewareosx @ posterous

Shtaggle – mit Last.fm iTunes-Bibliothek taggen

Nichts liegt näher, als mittels Tags zusätzliche Ordnungskriterien in die iTunes-Bibliothek zu bringen – und dann mit intelligenten Playlists immer neues Hörvergnügen zu produzieren. Seltsamerweise bietet iTunes hierfür keine Funktion, wo doch Musik-Communities wie Last.fm sehr schön vorführen, wie erfolgreich das Taggen sein kann.

Mangels funktionierender Hilfsprogramme habe ich mir hier bisher mit ein paar Applescripts geholfen, die in das Kommentarfeld so essentielle Informationen wie <party>, <coverversion> oder ähnliches geschrieben haben. Mit der Veröffentlichung von Shtaggle ist das vorbei.

Dieses Programm tut genau dies, und zwar während ich iTunes-Musik höre. In einer etwas wilden Anordnung von Fenstern zeigt es nicht nur meine Tags aus iTunes an, sondern auch die der Last.fm-Hörer. Mit einem Klick kann ich nun weitere Tags aus dem Last.fm-Fundus oder auch neue hinzufügen. Mit einem eigenen Last.fm-Account funktioniert das Ganze auch anders herum: meine mittels Shtaggle vergebenen Tags werden an Last.fm übertragen. Sehr schön.

Weitere Fenster dienen zur Vergabe weiterer Spezialtags zu Stimmung, Instrumentierung oder Label. Nun denn, darauf kann ich verzichten. Auch die Liedtexte, die live von Lyricwiki geholten werden, brauche ich nicht.

Die Tags werden übrigens im Kommentar-Feld der MP3-Tags gespeichert, und dabei durch bestimmte Trennzeichen wie „{„getrennt.

Und hier lag auch mein Problem: während der Entwickler Steve als Trennzeichen die geschweifte Klammer verwendete hat, hatte ich all meine Titel mit spitzen Klammern getrennt. Ich schrieb ein kurzes Mail, ob es nicht möglich sei, die Trennzeichen frei zu bestimmen – und voilà: eine Stunde später bekam ich per Mail einen Preview des nächsten Releases, der meine Wunschfunktion enthielt. Sensationell!

Also, Freunde der gepflegten Musikbibliothek: lasst euch vom etwas seltsamen Shtaggle-Interface und der rudimentären Website nicht abhalten und probiert diesen neuen iTunes-Helfer. (Mit dem Flac-Player Play funktioniert Shtaggle auch)

Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Download: Shtaggle „Latest“
Lizenz: Freeware (Spenden erwünscht)

Songbird – OpenSource-Alternative zu iTunes

Songbird ist ein Open-Source-Audioplayer auf Mozilla-Basis, der sich inzwischen zu einer erstzunehmenden Alternative zu iTunes gemausert hat.

Get Songbird

Auch wenn Songbird in erster Linie ein Browser ist – Firefox-User werden sich sofort zuhause fühlen – sieht es aus wie ein (dunkelgrauer) Clone von iTunes. Die Darstellung der Medienbibliothek (die man natürlich aus iTunes importieren kann) ist nahezu identisch.

Im aktuellen Developer-Preview in der Version 0.4 läuft der Player stabil und bietet einige Features, die iTunes nicht hat, und sicher auch nie bieten wird. Songbird folgt nämlich nicht nur technisch dem Gedanken freier Software, es unterstützt auch sehr elegant das Browsen, Downloaden und Abspielen frei zugänglicher MP3-Songs.

Besucht man eine Seite, auf der MP3-Songs verlinkt sind (wie z.B. das unbedingt lesens- und hörenswerte Musik-Blog nicorola.de ), werden diese ausgelesen und als kleine Playliste am Fuß des Fensters angezeigt. Von dort kann man sie entweder direkt abspielen oder herunterladen und der eigenen Bibliothek hinzufügen. Sehr praktisch: man kann auch so genannte Abonnements speichern, die festgelegte Seiten regelmäßig nach neuen Titeln durchsuchen.

Zwei kleine Problemchen halten mich noch vom endgültigen Umzug ab. Die Anbindung an Last.fm ist etwas unstabil, das Scrobbeln über das einzig verfügbare Plugin läuft noch etwas unkomfortabel und leider auch unzuverlässig. Und: aktuell verwende ich iTunes mit zwei verschiedenen Bibliotheken, ein Trick den Songbird noch nicht beherrscht.

Wer Last.fm mit dem schwarzen Interface verwendet, wird verblüfft sein, wie nahtlos es sich ins Songbird-Design einfügt. Hier wächst (zumindest optisch) zusammen, was zusammen gehört. In diesem Sinne fehlt eigentlich nur noch eine richtig gute technische Verbindung. So werden z.B. die bei Last.fm angebotenen kostenlosen MP3s komischerweise nicht wie oben beschrieben angezeigt.

Spannend auch: da sich Songbird – genau wie Firefox – mit Add-Ons und Themes (hier liebevoll „Feathers“ genannt) aufrüsten lässt, hat sich eine lebendige Community rund um das Vögelchen gebildet, in der man neben technischen News auch den ein oder anderen musikalischen Tipp erhält.

Systemvoraussetzungen:  OS X 10.4
Download: Songbird 0.4 Developer Release
Lizenz: OpenSource

iScrobbler – schlanker Last.fm-Sender

Habe ich meine liebste Internetplattform Last.fm eigentlich schon gepriesen? Na klar. Aber ein weiterer Bericht soll erlaubt sein. Mit dem hier bereits vorgestellten Last.fm-Player bekommt der Musik-Freund Zugang zur weiten Welt der Last.fm-Radios und kann gleichzeitig die gehörte Musik seinem Profil hinzufügen.

Auf der selben von Last.fm Audioscrobbler genannten Technologie setzt das Menüleisten-Programm iScrobbler auf. Solange man seine Musik vorrangig in iTunes hört, tut es im wesentlichen dasselbe wie Last.fm, nämlich das eigene Musikprofil aktualisieren. Dies geht allerdings wesentlich weniger ressourcenfressend vonstatten. (Programmgröße 2,9 MB statt 85 MB bei Last.fm) und funktioniert schon seit längerem zuverlässig mit iPods (selbst mit meinem etwas betagten Shuffle).

Natürlich bietet es auch die Funktionen, Titel zu taggen, zu Lieblingstiteln zu erklären oder anderen Last.fm-Usern zu empfehlen.

Weitere Informationen zu den gehörten Titeln kann man bei Bedarf ebenfalls einblenden, ansonsten zieht sich das Programm immer diskret in die Menüleiste zurück. Dass es eine Schnittstelle zu Growl hat, versteht sich von selbst.

Die einzige Funktion, die ihm im Gegensatz zur „offiziellen“ Last.fm-Software fehlt ist das Last.fm-Radio, aber selbst das gibt es schon in der aktuellen Beta-Version.

Auf dieses Tool brachte micht übrigens Ralph mit seinem Kommentar zu meinem ersten Last.fm-Beitrag. Besten Dank dafür!

Systemvoraussetzungen: OS X 10.3.9
Download: iScrobbler 1.5.2
Lizenz: OpenSource