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FinderPop – der Finder im Kontextmenü

Irgendwann muss ich mir das Kontrollfeld FinderPop installiert und dann vergessen haben. Erst neulich an einem fremden Mac fiel mir auf, dass dort viele Kontextmenü-Funktionen fehlten, die ich schon längst ins tägliche Arbeiten integriert hatte.

finderpop-icon

FinderPop bietet nämlich ein paar äußerst hilfreiche Erweiterungen für Freunde der rechten Maustaste. So kann man z.B. im Finder bei Rechtsklick auf den Desktop, eine Datei oder die Menüzeile zusätzliche Menüeinträge finden mit so genannten „Finder Pop Items“. Dies ist ein Ordner, in dem man z.B. Aliasse häufig benutzter Dateien oder Ordner ablegen kann.

finderpop

Das interessante daran: wenn man bei Rechtsklick auf eine Datei dieses Menü öffnet, dann durch die aufspringende Ordnerstruktur navigiert und die Maustaste am Zielordner loslässt, springt folgender Dialog auf:

finderpop-dialog

Dies ist nur eine von vielen praktischen Funktionen. Weitere findet man in den vielfältigen Einstellungen. Eine fortgeschrittene Nutzungsart ist z.B., Shell-Skripte in ein FinderPop-Verzeichnis zu legen, die dann auf die ausgewählte Datei angewendet werden können.

finderpop-prefs

Sehr sympathisch ist auch das Lizenzmodell: FinderPop ist „Pintware“. So äußert Autor Turly O’Connor seinen Wunsch, ihm für die an sich kostenlose Software eine Spende für zwei Pint Stout auszugeben…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4 (Universal Binary)
Download: FinderPop 2.2
Lizenz: „Pintware“, Freeware

Spaces oder Isolator – Wege durch den Fenster-Dschungel

Zwei Ansätze kenne ich, im alltäglichen Wildwuchs der geöffneten Fenster den Durchblick zu behalten. Der eine, nämlich das Einrichten mehrerer, so genannter virtueller Desktops, ist mit der Systemerweiterung Spaces seit Leopard im Betriebssystem integriert. Ein Prinzip, das unsere Linux-Freunde schon lange kennen: der Desktop wird durch mehrere hintereinander (oder nebeneinander) liegende, weitere Desktops vergrößert.

Wenn man dann in „Spaces“ die Zuordnung seiner Programme zu bestimmten Spaces festlegt, kann man eine schöne Logik herstellen: da liegt dann der HTML-Editor und der FTP-Client auf einem Desktop, die Office-Anwendungen auf einem anderen, usw… Wer mit Apfel+Tab von einem Programm zum nächsten wechselt, bekommt immer die dazu passenden Programme aktiviert und der Übergang von einem Space zum nächsten wird schick animiert. (Eine lebendige Diskussion, wie man sich Spaces optimal einrichtet, hat sich bei apfelquak entwickelt)

Andere Programme verfolgen den Weg, alle überflüssigen Fenster auszublenden. Dies soll der Konzentration auf eine Anwendung dienen.

Von den verschiedenen Kandidaten gefällt mir Isolator am besten. Es integriert sich mit einem Icon in der Menüzeile und steht mit einem systemweiten Tastaturbefehl (Apfel-Shift-I) jederzeit zur Verfügung.

Dabei habe ich mir Isolator nicht mit der Standard-Schwarzmaske eingerichtet, sondern das gleiche Blau wie bei meinen Standard-Desktophintergrund verwendet. Der Effekt ist verblüffend: nicht nur alle störenden Fenster verschwinden, sondern scheinbar auch der gesamte Inhalt des Desktops (natürlich auch über zwei Monitore hinweg), ohne dass dabei alles in nächtlicher Schwärze versinkt. Sehr angenehm.

Systemvoraussetzungen: Spaces: OS X 10.5, Isolator: OS X 10.4
Download: (Spaces ist Bestandteil von OS X 10.5), Isolator 3.0
Lizenz: Isolator: Donationware

Eine Alternative zu Spaces für Tiger-User ist VirtueDesktops.

iStat – Monitoring in drei Geschmacksrichtungen

iSlayer macht keine halben Sachen: das Monitoring-Tool iStat überwacht nicht nur jede erdenkliche Rechnerfunktion und stellt sie in schön gestalteten Diagrammen dar, das praktische Werkzeug gibt es auch gleich in drei Varianten.

Als eigenständiges Programm nennt es sich iStat, als Widget iStat pro und als Menüleisten-Programm iStat menus.

Und letzteres hat es mit ganz besonders angetan. Es platziert diskrete Icons in der Menüleiste, die z.B. Auskunft über die Prozessor- und Speicherauslastung, diverse Temperaturen und Lüftergeschwindigkeit geben.

Diese Menüs sind vielfältig konfigurierbar und dabei nicht nur sehr hilfreich – wenn z.B. irgendein Speicherfresser den Rechner lahmlegt – sie sind trotz Ihres profanen Zwecks sehr schick gestaltet.

Über diese Monitoringfunktionen hinaus bietet das Programm (und das unterscheidet es von seiner Widget- und Vollversion) auch Alternativen für systemeigene Menüleisteneinträge wie Datum, Uhrzeit und Bluetooth.

Kurzum: meine ohnehin schon gern genutzte Menüleiste hat ein paar neue Highlights dazu gewonnen.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: iStat menus 1.2
Lizenz: Donationware