Archiv der Kategorie: System Utilities

Forklift – den Finder ersetzen?

Update: Nach Ablauf der Beta-Phase ist Forklift wie erwartet Shareware geworden… 

Software mit dem Attribut „Finder-Ersatz“ habe ich bisher links liegen gelassen, weil mir deren Notwendigkeit nicht einleuchten wollte. Bei Forklift (gefunden bei Apfelquak) bin ich dann doch neugierig geworden.

Dass die klassische Zwei-Fenster-Ansicht ein sehr effektives Datei-Handling ermöglicht, wissen die älteren unter uns noch vom Norton Commander zu DOS-Zeiten. Nicht umsonst taucht dieses Interface auch häufig bei FTP-Programmen auf.

Die Stärken einer solchen Darstellung spielt das Programm dadurch aus, dass sie einheitlich auf alle möglichen Laufwerke, Datenträger, Web-Server, Bluetooth-Geräte etc. angewandt wird. Eine komplette Tastatur-Steuerung mit unterschiedlichen Vorbelegungen („finder“, „commander“), die sich auch noch individuell ergänzen lassen, beschleunigt das Datei-Handling zusätzlich.

FTP und SFTP funktionieren problemlos – mit Forklift habe ich es zum ersten mal geschafft, Daten direkt von einem SFTP-Server zum anderen zu kopieren! Die Integration von Spotlight und das Erzeugen von Zip-Archiven gehören ebenfalls zum Funktionsumfang.

Die am 22. März veröffentlichte Version 1.0 Beta steht einen Monat lang zum kostenlosen Testen zur Verfügung. Man darf gespannt sein, ob Forklift danach weiterhin kostenlos erhältlich sein wird – bis dahin bekommt es einen temporären Platz in meinem Blog.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: Forklift 1.0 Beta
Lizenz: Shareware

uApp – Programme restlos löschen

Seit dem Erscheinen der Software AppZapper ist das Thema „Programme unter OS X deinstallieren“ in aller Munde.

Natürlich ist es jedem klar, dass mit dem Entfernen der Programm-Datei (die ja eigentlich ein Paket ist, das wiederum viele weitere Dateien enthält) nicht alle Spuren gelöscht sind. Um komplett aufzuräumen kann man entweder die üblichen Speicherorte nach zugehörigen Datein durchforsten und manuell löschen – oder man verwendet eine dafür zuständige Software.

Neben dem erwähnten Uninstaller AppZapper hört man häufiger von der Freeware AppDelete, ich habe mich aber für das relativ unbekannte uApp von Louka Desroziers entschieden.

uapp-icon.png

Das zu löschende Programm wird einfach mittels Drag & Drop auf das Programmfenster von uApp gezogen und schon sucht es alle zugehörigen Dateien zusammen und listet sie vor dem Löschen übersichtlich auf. Hier kann man noch einzelne Dateien mittels Checkbox vom Löschen ausnehmen.

uapp-screen2.jpg

Dieses transparente Vorgehen macht mir uApp sympathischer als AppDelete – ganz nebenbei lernt man auch einiges darüber, wo die Programme ihre Daten speichern. Und hier sind wir wieder bei der herkömmlichen Methode: eine Suche nach dem Programmnamen führt einen meist in die Verzeichnisse /Library/Application Support und /Library/Preferences, wo man – wenn auch etwas umständlicher – die zu löschenden Dateien auch finden würde.

search.jpg

(Das sensationelle ImageWell habe ich hier nur zu Demonstrationszwecken gebraucht. Ich würde es natürlich nicht löschen.)

Systemvorausetzungen: 10.3.9
Download: uApp 1.2
Lizenz: Freeware

Update 03.07.07:
Mit AppCleaner gibt es nun eine bessere Freeware-Alternative. Hier mein Beitrag dazu.

Update 24.03.07:
Die Software steht aktuell nicht mehr zum Download zur Verfügung. Auf der Website findet sich allerdings folgender (versteckter) Hinweistext:

uapp-note.jpg

Da lohnt es sich, mal bei app4mac vorbeizuschauen. Dort gibt es zwar aktuell noch nicht uApp, dafür aber die interessanten Freewares RapidoWrite und RapidoSMTP.

Wraparound – Abkürzung für den Cursor

wrap-icon.png

Kleines Programm, große Wirkung: Wraparound macht nichts anderes, als den Cursor bei Erreichen des rechten Bildschirmrandes wieder ganz links erscheinen zu lassen. Und umgekehrt auch. Und oben und unten natürlich auch, wenn man mag.

wrap-prefs.png

Das klingt unspektakulär, ist aber besonders bei mehreren Monitoren derart praktisch, dass man sich binnen 5 Minuten daran gewöhnt hat – und zukünftig bei Arbeitsplätzen ohne Wraparound immer an den Bildschirmrand donnert. ;)

Systemvoraussetzungen: OS X 10.2.8
Download: Wraparound 1.2.2
Lizenz: Freeware

11 Icons in der Menüleiste

Eine prächtig ausgestattete Menüleiste ist wahrlich eine Zierde für jeden Desktop. Hier meine 11 Icons von rechts nach links.

Zuerst die obligatorischen System-Einträge, die sicher keine Erläuterung brauchen: Batteriestatus, Airport, Monitoreinstellungen, Bluetooth und das Applescript-Menü.

menueleiste.jpg

Die anderen sechs nun von rechts nach links:

1 – MainMenu

Erst vor kurzem hier vorgestellt, hat sich dieses Systempflege-Tool schon so nützlich gemacht, dass es einen festen Platz bekommen hat.

2 – Jumpcut

Immer noch meine liebste, weil einfachst zu bedienende Erweiterung der Zwischenablage. Das Menü braucht man nur, um alle gespeicherten Einträge auf einen Blick zu bekommen, üblicherweise wird es ausschließlich per Tastatur gesteuert. (Weitere Info…)

3 – SMARTReporter

smartreporter.png

Hier verbirgt sich ein kleines Hilfsprogramm, das regelmäßig den SMART-Status (Self-Monitoring Analysis and Reporting Technology) der Festplatte(n) prüft. Im Prinzip der gleiche Vorgang, den man beim Festplatten-Dienstprogramm mit der Funktion „Volume prüfen“ startet. Nur, dass es hier regelmäßig in festzulegenden Intervallen stattfindet und das Ergebnis z.B. durch Veränderung des Icons mitteilt. Angeblich kann man dadurch frühzeitig sich ankündigende Festplattenschäden erkennen. Man weiß ja nie…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.3
Download: SMARTReporter 2.1.5
Lizenz: OpenSource

4 – GrowlTunes

growltunes.png

Das Hilfsprogramm zum kürzlich hier besprochenen Growl stellt die Verbindung zu iTunes her. Mit dem Menüeintrag kann man rudimentär iTunes steuern und Wertungen zum aktuellen Titel vergeben. (Ist entbehrlich, wenn man GimmeSomeTune verwendet)

5 – Romeo

romeo.png

Wahrscheinlich ein alter Hut, für mich aber eine Neuigkeit: ein kleines Programm, mit dem man bluetooth-fähige Mobiltelefone von Sony Ericsson zur Fernbedienung des Macs verwenden kann. Funktioniert simpel und zuverlässig: ob Powerpoint, iPhoto-Diashow, iTunes, der DVD-Player, VLC oder ganz einfach der Cursor – alles lässt sich mit dem Handy steuern.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.2
Download: Romeo 0.9.3
Lizenz: OpenSource

6 – ClamXav

clamxav.png

Die ClamXav-Sentry, also die Virus-Überwachung für festgelegte Ordner, zeigt hier verschiedene Aktivitäten an: wenn eine neue Datei in einem der Ordner von ClamXav gescannt oder ein Update der Virus-Definitionen heruntergeladen wird, kann man dies an verschiedenen Animationen des Icons erkennen. Mein Beitrag zu ClamXav, und warum ich meinen Mac auf Viren überwache, steht hier.

Growl – Nachrichtenzentrale im Hintergrund

Für die Anhänger der „Anti-Ablenkungs-Bewegung“ (Beispiele gibt’s hier und hier) ist diese Software sicher ein Gräuel. Growl überwacht im Hintergrund viele Programme und Systemfunktionen und blendet (mehr oder weniger) diskret kleine Infofenster ein.
Growl Icon

Growl wird von mehr als 100 Programmen mit Informationen versorgt. Dies funktioniert so: nachdem man Growl als Kontrollfeld installiert hat, registriert sich jedes growl-fähige Programm beim ersten Start automatisch bei Growl.

Growl Beispiele

Im Growl-Kontrollfeld kann man dann je nach Programm einstellen, welche Meldung wie dargestellt werden soll.

Growl Einstellungen

Von den in diesem Blog vorgestellten Programmen sind growl-fähig:

Zusätzliche Hilfsprogramme wie HardwareGrowler und GrowlTunes liefern Informationen über Netzwerk-, USB-, Bluetooth- und sonstige Verbindungen oder über den aktuellen Titel in iTunes. Weitere Schnittstellen kann man mittels AppleScript oder über das Terminal (via growlnotify) herstellen.

Info und Download: Growl 0.7.4
Lizenz: Donationware