Archiv der Kategorie: Security

5 Jahre ClamXaV: Version 2 zum Jubiläum

Der OpenSource-Klassiker ClamXaV ist rechtzeitig zum fünften Jubiläum mit seiner Version 2.0 (beta) herausgekommen.

Wer es noch nicht getan hat, kann ja jetzt über eine Installation nachdenken. Die Diskussion über Sinn und Unsinn einer Antivirus-Software führen wir ja bereits hier. Das Programm hat nun ein zeitgemäßes Interface und ist in der Bedienung sehr simpel. Und: in 3 Jahren hat es bei mir in einer Mail einen (Windows-)Virus gefunden…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Download: ClamXaV 2.0 beta
Lizenz: OpenSource, Donationware

Geschrieben via email auf freewareosx @ posterous

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TrueCrypt – systemübergreifend verschlüsseln

Für die Benutzung auf dem Mac verschlüssele ich bisher ganz simpel mit Bordmitteln: mit dem Festplatten-Dienstprogramm oder speziellen Tools wie iDMG lege ich mit wenigen Klicks verschlüsselte Disk-Images an und schon stehen sie, z.B. für die Aufnahme sensiblerer Daten oder den Transport auf USB-Sticks zur Verfügung.

truecrypt-icon

Mit TrueCrypt geht mehr. Hier kann man plattformübergreifend – also für Windows, Linux und Mac – ganze Festplatten, Partionen, USB-Sticks oder Teile davon verschlüsseln. Dies an sich wäre ja schon einen Beitrag wert.

Was allerdings mein neuerliches Interesse an der OpenSource-Software geweckt hat, ist ein Beitrag von Carsten Knobloch, der beschreibt, wie man mittels TrueCrypt ganz einfach ein verschlüsseltes Image in seiner DropBox ablegen und mit allen freigegebenen Rechnern synchronisieren kann.

Und dies ist ganz simpel: man erstellt über den integrierten Wizard ein verschlüsseltes Image, platziert es in der Dropbox und kann es fortan als virtuelles Laufwerk mittels TrueCrypt mounten. Natürlich funktioniert dies sowohl auf dem Mac als auch unter Windows (was ich in der Virtualbox testen konnte) – vermutlich auch unter Linux…

truecrypt

Das wirklich verblüffende daran: das Image wird nur beim erstmaligen Abgleich im vollen Umfang mit dem Webspace der Dropbox synchronisiert, danach wird nach Änderungen nur noch die Differenz übertragen. Zumindest wenn man, wie bei Carsten beschrieben, festlegt, dass TrueCrypt den Timestamp des Containers nicht ändern soll.

safebox
Aus der Dropbox gemountetes verschlüsseltes TrueCrypt-Image

Wer aus Sicherheitserwägungen bisher gezögert hat, die wunderbar praktische Dropbox zu nutzen, kann ihr auf diesem Weg mit einfachen Mittel die zusätzliche Datensicherheit verpassen. Und TrueCrypt leistet auch für andere Anwendungsfälle gute Verschlüsselungs-Dienste…

Systemvoraussetzungen:  OS X 10.4 oder 10.5
Download: TrueCrypt 6.1a
Lizenz: OpenSource Software

GnuPG, Thunderbird und Enigmail – Mail-Verschlüsselung (fast) ganz einfach

Heute mal ein ernstes – und quasi tagesaktuelles Thema. Eigentlich wissen wir es alle besser, dennoch versenden wir häufig Dinge per Mail, die wir einer Postkarte (die bekanntlich ähnlich „geheim“ ist) nicht anvertrauen würden. Dabei ist die Mail-Verschlüsselung viel einfacher als man gemeinhin annimmt.

Mit GnuPG, Thunderbird und der Extension Enigmail habe ich mir schon vor einiger Zeit eine zuverlässige Verschlüsselung eingerichtet, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Mit einer sehr anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitung hat Zeitform den Weg geebnet, die wichtigsten Schritte hier nochmals kurz zusammengefasst:

  1. GnuPG installieren
  2. Enigmail-Extension in Thunderbird installieren
  3. Schlüsselpaar generieren
  4. Öffentlichen Schlüssel publizieren bzw. an Korrespondenzpartner übergeben
  5. Vertrauliches ab sofort signieren und verschlüsselt mailen

Die einzige Abweichung von der Zeitform-Anleitung: das Generieren eines Schlüsselpaares muss nicht unbedingt auf der Kommandozeile geschehen. Nach der Installation der Enigmail-Extension steht in Thunderbird ein weiteres Menü namens „OpenPGP“ zur Verfügung. Dort gibt es im Unterpunkt „Schlüssel verwalten“ einen Unterpunkt „Erzeugen“. Hier kann man sein Schlüsselpaar aus privatem und öffentlichem Schlüssel etwas einfacher generieren.

Nachdem dies vollbracht ist, stehen beim Versenden von Mails zwei weitere Funktionen namens „Signieren“ und „Verschlüsseln“ zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zu GnuPG hält natürlich die Wikipedia bereit. Allen, die sich mit dem Thema Verschlüsselung im allgemeinen und asymmetrischer Verschlüsselung im besonderen beschäftigen möchten, sei übrigens das ungemein spannende Buch „Geheime Botschaften“ von Simon Singh empfohlen.

Downloads: GnuPG 1.4.5, Thunderbird 1.5.0.9 , Enigmail 0.94.2
Lizenz: GPL, OpenSource

Der Switch zum Mac – kostenlose Software-Ausstattung für Umsteiger

Na, wenn das kein erfreulicher Anlass ist… Noch diese Woche wird ein weiterer meiner Kollegen (ein Anwendungsentwickler!) – auf den Mac umsteigen. Die Gelegenheit, ihn und andere Switcher mit den ultimativen Freeware-Paketen zu begrüßen.

Das Internet-Paket: Browser, Mails, RSS und Messaging

So schön Safari und Apple Mail auch sein mögen, wenn es um einen standardkonformen Browser und einen tauglichen IMAP-Mail-Client geht, laden wir uns erstmal dies herunter:

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  • Firefox – da fällt der Umstieg von Windows leicht [Review]
  • Thunderbird – nicht so schick wie Apple Mail, aber besser für IMAP-Mail
  • Vienna – der OpenSource-Newsreader für RSS zwischendurch [Review]
  • Skype – schon fast ein Standard, wenn es um Messaging und Telefonie geht

Security-Paket: Backup, Antivirus und Verschlüsselung

Über den Sinn von Antiviren-Maßnahmen auf dem Mac kann man ja noch streiten, über die Themen Backup und Verschlüsselung sicher nicht.

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  • arRsync – regelmäßig angewandt wirkt sich diese Backup-Software sehr nervenberuhigend aus [Review]
  • ClamXav – wir wollen doch unsere Windows-Kollegen nicht verseuchen? Also auch ein Virenschutz für das MacBook [Review]
  • Mac GPG – Voraussetzung für die Mailverschlüsselung
  • Enigmail-Extension für Thunderbird – hiermit verschlüsselt der Thunderbird

Webentwicklungs-Paket: Editor und Browser-Extensions

Angeblich nicht die Domäne des Mac – sieht man ihn doch immer noch eher bei den so genannten Kreativen – bietet sich gerade hier eine erfreuliche Vielfalt an kostenloser Software.

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Produktivitäts-Paket: Launcher, GTD usw.

OS X und der Finder sind um Meilen besser als der Windows-Explorer und Konsorten – aber auch diesen Bereich kann man noch verbessern

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  • Quicksilver – der Turbo-Launcher. Nicht fragen – einfach installieren (hier erklärt vom GTD-Guru Merlin Mann) [Review]
  • Journler – für die täglichen Notizen, Todos und Gedankenblitze [Review]
  • Update 13.05.2007: iGTD – intelligente GTD-Software [Review]
  • Witch -Fenster wechseln wie unter Windows (es war ja nicht alles schlecht…) [Review]
  • Imagewell – für Screenshots, kleine Bildbearbeitung und FTP-Versand [Review]
  • SnapNDrag – für viele, flinke Screenshots [Review]

Das Office-Paket (Update: 23.10.2008)

Ja, hier klafft eine keine Lücke mehr. Einem, der gerade aus der Windows-Umgebung entflohen ist, kann ich wohl kaum das MS Office-Paket empfehlen. Ist ja auch nicht gerade Freeware… OpenOffice für den Mac benötigt X11 – nicht gerade das, was man auf dem benutzerfreundlichsten System haben möchte. OpenOffice gibt es seit Version in einer einigermaßen stabilen nativen Mac-Version. Da bleibt aktuell nur Und dann gibt es noch  NeoOffice. Java-basiert und nicht wirklich mac-like. Aber es funktioniert und eine Aqua-Variante ist auch angekündigt.

  • Update 23.10.2008: OpenOffice – seit Version 3 eine native Office-Alternative [Review]
  • NeoOffice – Office-Alternative mit Einschränkungen
  • Freemind – der plattformübergreifende Mindmapper [Review]
  • Update 13.05.2007: Bean – schlanke OpenSource-Textverarbeitung [Review]

Damit ist der Mac bereit für die meisten Alltagsaufgaben. Alles, was Spaß macht oder von der Arbeit abhält, wird ohnehin schon mitgeliefert und viele weitere Freeware-Programme zu iTunes und Co. finden sich hier.

ClamXav – Pflichtübung Virenschutz

In 10 Jahren Mac – und es waren „wilde Jahre“ dabei – habe ich mir exakt dreimal einen Virus eingefangen. Einen für Mac OS Classic und zwei für Windows. Wirklich brisant ist dieses Thema also nicht. Dennoch: als portabler Mac in einem gemischten Netz (natürlich rundum gesichert) möchte ich nicht derjenige sein, der vom Admin erwischt wird, wie er – quasi als „Wirtstier“ – die digitale Krätze für die Windows-Kollegen einschleppt.

clamxav_logo.png

ClamXav ist die OSX-Variante des OpenSource-Antivirus-Programms ClamAV. Es wurde erst kürzlich in einem lesenwerten Artikel über Nutzen und Schaden von Anti-Virus-Software für OS X bei MacFixIt als bester OSX-Viren-Scanner erwähnt.

Wie kommerzielle Programme holt es sich automatisch die aktuellsten Virendefinitionen, kann festzulegende Verzeichnisse überwachen und zeitgesteuert automatisch scannen.

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Also: als kleine Freundlichkeit gegenüber unseren anfälligen Windows-Nachbarn sollten wir uns doch diese Software installieren…

Systemvoraussetzungen: 10.3 (eine ältere Version für Jaguar gibts auch noch)
Download: ClamXav 1.03

(Dies ist übrigens die 50. Software in meinem Blog… Jubiläum!)

Nachtrag 02.09.06:
Bei O’Reilly gibt’s einen ausgiebigen Artikel über ClamXav nebst Interview mit dessen Entwickler Mark Allan. Lesenswert.