Archiv der Kategorie: Productivity

Name Mangler – massenhaft Dateien umbenennen

Dreh- und Angelpunkt meiner Fotoverwaltung ohne iPhoto ist die Umbenennung der Dateien mit eindeutiger Datumskennzeichnung aus den EXIF-Daten und weiteren eindeutigen Namensbestandteilen. Bisher machte letzteres bei mir Renamer4Mac, das nach dem letzten Update allerdings nur noch als Shareware zur Verfügung stand.

Ein Ersatz aus dem Freeware-Lager war schnell gefunden: Name Mangler bietet exakt die gleichen Funktionen und kann zusätzlich noch so genannte Droplets für wiederkehrende Umbenennungsjobs speichern.

Zusätzlich bringt Name Mangler eine eigene Skriptsprache namens NCDL (Name Conversion Description Language), mit deren Hilfe man auch komplexe Umbenennungsjobs erledigen kann.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Download: Name Mangler 2.0
Lizenz: Donationware

Spaces oder Isolator – Wege durch den Fenster-Dschungel

Zwei Ansätze kenne ich, im alltäglichen Wildwuchs der geöffneten Fenster den Durchblick zu behalten. Der eine, nämlich das Einrichten mehrerer, so genannter virtueller Desktops, ist mit der Systemerweiterung Spaces seit Leopard im Betriebssystem integriert. Ein Prinzip, das unsere Linux-Freunde schon lange kennen: der Desktop wird durch mehrere hintereinander (oder nebeneinander) liegende, weitere Desktops vergrößert.

Wenn man dann in „Spaces“ die Zuordnung seiner Programme zu bestimmten Spaces festlegt, kann man eine schöne Logik herstellen: da liegt dann der HTML-Editor und der FTP-Client auf einem Desktop, die Office-Anwendungen auf einem anderen, usw… Wer mit Apfel+Tab von einem Programm zum nächsten wechselt, bekommt immer die dazu passenden Programme aktiviert und der Übergang von einem Space zum nächsten wird schick animiert. (Eine lebendige Diskussion, wie man sich Spaces optimal einrichtet, hat sich bei apfelquak entwickelt)

Andere Programme verfolgen den Weg, alle überflüssigen Fenster auszublenden. Dies soll der Konzentration auf eine Anwendung dienen.

Von den verschiedenen Kandidaten gefällt mir Isolator am besten. Es integriert sich mit einem Icon in der Menüzeile und steht mit einem systemweiten Tastaturbefehl (Apfel-Shift-I) jederzeit zur Verfügung.

Dabei habe ich mir Isolator nicht mit der Standard-Schwarzmaske eingerichtet, sondern das gleiche Blau wie bei meinen Standard-Desktophintergrund verwendet. Der Effekt ist verblüffend: nicht nur alle störenden Fenster verschwinden, sondern scheinbar auch der gesamte Inhalt des Desktops (natürlich auch über zwei Monitore hinweg), ohne dass dabei alles in nächtlicher Schwärze versinkt. Sehr angenehm.

Systemvoraussetzungen: Spaces: OS X 10.5, Isolator: OS X 10.4
Download: (Spaces ist Bestandteil von OS X 10.5), Isolator 3.0
Lizenz: Isolator: Donationware

Eine Alternative zu Spaces für Tiger-User ist VirtueDesktops.

Punakea – Tagging für den Finder

punakea-icon.png

Wer sich nach ein paar Jahren „Web 2.0“ an das Taggen gewöhnt hat, ob beim Bloggen oder beim Bookmarken – der wünscht sich dieses ebenso intuitive wie effektive Ordnungssystem auch auf seinem Desktop.

Vor einigen Monaten bin ich auf Punakea gestoßen – eine Tagging-Software, die damals in der Version 0.2 sehr vielversprechend aussah aber leider etwas unstabil lief. Jetzt habe ich sie (in der Version 0.3.2) bei der Suche nach einer Lösung für mein iPhoto-Bilder-Dilemma wiederentdeckt, und was soll ich sagen: ich bin begeistert!

Mit Punakea taggt man sämtliche Dateien, seien es nun Bilder, Programme oder Bookmark-Files ganz simpel mittels Drag & Drop. Dazu stellt es eine kleine Schublade am Bildschirm-Rand zur Verfügung. Die dabei vergebenen Tags werden in das Feld „Spotlight-Kommentar“ der Datei-Info geschrieben und stehen somit nicht nur für Punakea zur Auswertung zur Verfügung, sondern auch für die Spotlight-Suche.

Für mein Bilder-Problem heißt das: ich ziehe per Drag & Drop die Bilder aus einem Betrachter wie z.B. Phoenix Slides in die Tagging-Bar und habe ruckzuck ein wunderbar flexibles und völlig ordner-unabhängiges Ordnungssystem, das ich auf unterschiedlichen Wegen erschließen kann. Besonders elegant: wenn ich ein Tag aus Punakea in ein Finderfenster ziehe, wird dort ein „intelligenter Ordner“ erzeugt, der sämtliche Dateien zu diesem Tag anzeigt.

Dies ist alles so elegant und systemnah gelöst, dass Punakea die Aufnahme in meine „Top 10“ schafft. Und stabil ist es jetzt auch. Man fragt sich nur, was bis zur Version 1.0 eigentlich noch alles geschehen soll…
Systemvoraussetzungen:  10.4.0 (Universal Binary)
Download: Punakea 0.3.2
Lizenz: Freeware (Spenden dennoch gern gesehen)

AutoPairs – automatisch einklammern

Programmierer werden es von manchem Texteditor kennen: bei der Eingabe von Klammerausdrücken wird bei Eingabe einer Klammer automatisch die schließende Klammer ergänzt und der Cursor dazwischen platziert. Genau diese Funktion bietet AutoPairs von James W. Walker systemweit an.

Und zwar nicht nur für (), sondern auch für alle Satzzeichen, die normalerweise als Paar auftreten, also auch {}, [], „“, <> etc. Sehr praktisch. Nicht nur, dass man ein paar Tastenklicks spart, auch wird nie mehr eine schließende Klammer vergessen. Wer z.B. in Excel per Hand komplexe Formeln eingibt, weiß dieses sicher zu schätzen.

Damit dies funktioniert, muss allerdings im Kontrollfeld „Bedienungshilfen“ die Option „Zugriff für Hilfsgeräte aktivieren“ ausgewählt sein.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4 (ältere Versionen für 10.3 und OS Classic vorhanden)
Download: AutoPairs 3.0.1
Lizenz: Freeware

iGTD revisited – auf dem Weg zur besten GTD-Software

Es ist gerade eine Woche her, dass ich hier Bartek Bargiels iGTD vorgestellt habe. Entwicklung und Bugfixing gehen dort aber derart schnell voran, dass ich kurz über die neuesten Features berichten möchte:

  • Fälligkeitsdaten für Tasks
  • Inbox für noch einzusortierenden Tasks
  • Ein Quicksilver-Plugin zum Erstellen von Tasks!
  • Growl-Benachrichtigung über neue, per Quicksilver eingestellte Tasks
  • Zwei weitere Tabs für offene und abgeschlossene Aufgaben
  • viele neue und logische Tastaturbefehle und einige Bugfixes…
  • die wichtigsten Tipps, Tastaturbefehle und Quicksilver-Tricks sind nun auf der Website dokumentiert.

Besonders interessant ist sicher die Quicksilver-Integration. Im Arbeitsalltag lassen sich mit ein paar Tastaturbefehlen Aufgaben – oder auch Links zu Dokumenten oder URLs als Aufgabe – speichern. So perfekt kenne ich das von keiner anderen GTD-Applikation.

Zusammen mit den bereits vorhandenen Features und bei diesem Entwicklungstempo sehe ich hier aktuell die beste GTD-Software entstehen. Für alle, die sich mit dem Thema GTD beschäftigen, würde ich nun also eine verschärfte Download-Empfehlung aussprechen…

Aktuelle Version: iGTD 1.1.4