Archiv der Kategorie: Productivity

Spirited Away – nicht benutzte Fenster ausblenden

Durch Beiträge von @pixelgraphix und @hansdorsch bin ich auf das kleine Programm Spirited Away gestoßen.

Es hat nur eine einzige Funktion: es blendet Fenster von Programmen aus, die länger nicht aktiv waren (Standardwert: 60 Sekunden). Außerdem nistet es sich mit einem putzigen Icon in der Menüleiste ein, wo man noch ein paar Einstellungen vornehmen kann.
Um ehrlich zu sein: so richtig mag sich mir der Sinn dieses Programms nicht erschließen.
Es ist zwar lustig, nach ein paar Minuten an den Rechner zurückzukommen, wo einem ein freier Blick auf den Desktop geboten wird. Im laufenden Betrieb finde ich es aber eher irritierend, wenn plötzlich Programmfenster verschwinden… Vor allem, da bloßes Hinschauen natürlich nicht als Aktivität erkannt wird, so dass einem plötzlich ein längerer Lesetext entzogen wird. ;)
Wer kann mir die Vorteile nennen?
Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Liznez: Freeware

Geschrieben via email auf freewareosx @ posterous

ClipMenu – Zwischenablage deluxe

Seit langem habe ich meine Zwischenablage durch das praktische Jumpcut erweitert. Mit ClipMenu von Naotaka Morimoto habe ich nun allerdings seit einiger Zeit eine Clipboard-Erweiterung im Einsatz, die einiges mehr bietet.

clipmenu-icon

Das Prinzip ist ähnlich simpel wie bei Jumpcut: durch eine zusätzliche Tastenkombination – z.B. „Ctrl + Apfel + V“ kann ich nicht nur den letzten kopierten Inhalt einfügen, sondern aus der Clipboard-Historie auswählen. Bei ClipMenu funktioniert das via PopUp-Menü, aus dem ich mittels Tastendruck oder Mauseinsatz den gewünschten Eintrag wähle. Alternativen Zugriff bietet ein Menüleisten-Symbol.

ClipMenu

ClipMenu verwaltet dabei nicht nur reinen Text, sondern auch andere Inhaltstypen. Bilder werden dabei sogar als Thumbnails im Menü angezeigt. Dies alles ist konfigurierbar.

clipmenu-Type

Das ist aber noch nicht alles: eine integrierte, gut konfigurierbare Verwaltung von Text-Snippets erspart einem eventuell ein zusätzliches Snippet-Programm.

clip-menu-snippets

Und ein besonderes Feature ist die Möglichkeit, „Aktionen“ zu hinterlegen, die vor dem Einfügen des ausgewählten Eintrags ausgeführt werden können. So kann man z.B. Texte vorher umformatieren. Neue Aktionen können vom Benutzer u.a. in Javascript geschrieben werden.

ClipMenu ist eine Anwendung ganz nach meinem Geschmack: unaufdringlich im Hintergrund werkelnd, aber mit dem Potential, die Produktivität gewaltig zu steigern.

Systemvoraussetzungen: OSX 10.5
Download: ClipMenu 0.3.4
Lizenz: Freeware

FinderPop – der Finder im Kontextmenü

Irgendwann muss ich mir das Kontrollfeld FinderPop installiert und dann vergessen haben. Erst neulich an einem fremden Mac fiel mir auf, dass dort viele Kontextmenü-Funktionen fehlten, die ich schon längst ins tägliche Arbeiten integriert hatte.

finderpop-icon

FinderPop bietet nämlich ein paar äußerst hilfreiche Erweiterungen für Freunde der rechten Maustaste. So kann man z.B. im Finder bei Rechtsklick auf den Desktop, eine Datei oder die Menüzeile zusätzliche Menüeinträge finden mit so genannten „Finder Pop Items“. Dies ist ein Ordner, in dem man z.B. Aliasse häufig benutzter Dateien oder Ordner ablegen kann.

finderpop

Das interessante daran: wenn man bei Rechtsklick auf eine Datei dieses Menü öffnet, dann durch die aufspringende Ordnerstruktur navigiert und die Maustaste am Zielordner loslässt, springt folgender Dialog auf:

finderpop-dialog

Dies ist nur eine von vielen praktischen Funktionen. Weitere findet man in den vielfältigen Einstellungen. Eine fortgeschrittene Nutzungsart ist z.B., Shell-Skripte in ein FinderPop-Verzeichnis zu legen, die dann auf die ausgewählte Datei angewendet werden können.

finderpop-prefs

Sehr sympathisch ist auch das Lizenzmodell: FinderPop ist „Pintware“. So äußert Autor Turly O’Connor seinen Wunsch, ihm für die an sich kostenlose Software eine Spende für zwei Pint Stout auszugeben…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4 (Universal Binary)
Download: FinderPop 2.2
Lizenz: „Pintware“, Freeware

MarcoPolo – richtige Einstellungen in jeder Umgebung

Nicht mehr ganz neu, diese Programm – aber MarcoPolo gehört zu diesen kleinen sympathischen Hilfsprogrammen, die sich unauffällig im Hintergrund aufhalten und das tägliche Arbeiten am (mobilen) Mac noch angenehmer machen. Deshalb sei es hier kurz vorgestellt.

marcopolo-icon

Das Funktionsprinzip ist einfach erklärt: aus verschiedenen, detailliert einstellbaren Messparametern ermittelt MarcoPolo anhand vorzugebender Regeln, in welcher Umgebung der mobile Mac gerade betrieben wird. Zu diesen „Evidenzquellen“ gehören z.B. die IP-Adresse im Netzwerk, der angeschlossene Monitortyp oder die SSID des WLANs. Wird in der Summe ein festgelegter Schwellenwert überschritten, tritt das Programm in Aktion und nimmt Systemeinstellungen und  andere Aktionen vor, die in dieser Umgebung gewünscht sind.

marcopolo-evidenzquellen

marcopolo-regeln-1

Für mich bedeutet dies konkret, dass beim Betreten der Umgebung „Work“, alle erforderlichen Netzwerk-Volumes gemounted werden, der Arbeitsgruppen-Drucker als Standarddrucker eingestellt wird, Bluetooth und die Tonsausgabe ausgeschaltet werden und der Bildschirmschoner mit einem Passwort versehen wird. Genial.

marcopolo-aktionen-1

Für den Fall, dass keine Evidenzquellen verfügbar sind, kann man eine Default-Umgebung definieren – womit man z.B. regeln kann, das unterwegs alle Einstellungen auf maximale Sicherheit vorgenommen werden.

Das Programm kann in der Menüleiste verankert werden und über jegliche Aktion mittels „Growl“ informieren.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Donwload: MarcoPolo 2.5
Lizenz: OpenSource , GNU GPL, Donationware

XMind – mächtiges Mindmapping-Tool

xmind-logo

Die eclipse-basierte Mindmapping-Software XMind ist seit der Version 3 als kostenlose OpenSource-Software verfügbar – und sortiert den „Markt“ der kostenlosen Mindmapper neu.

Bisher verwendete ich – in erster Linie aus Gründen der Plattformunabhängigkeit – die Software FreeMind. Verglichen mit XMind ist sie allerdings funktional doch deutlich eingeschränkt und relativ hakelig in der Bedienung. Der Umstieg ist sicher.

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In einem Interface, das Anwendern eclipse-basierter Programme sofort vertraut ist, bietet XMind eine Vielzahl von Features. Einige davon sind selbst bei manchem kostenpflichtigen Mindmapping-Programm nicht zu finden, wie zum Beispiel:

  • Verschiedenste Strukturen: klassischen Mindmap, diverse Baumansichten, Tabellendarstellung lassen weit vielfältigere Darstellungen zu. So kann man z.B. ganz einfach eine klassische Sitemap darstellen.
  • Das Platzieren freier Knotenpunkte eröffnet Darstellungsmöglichkeiten außerhalb der klassischen hierarchischen MindMap.
  • Integrierter Outline-Modus
  • Automatische Erzeugung einer Legende
  • Laden eigener Icon-Sets

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Natürlich kann XMind sowohl FreeMind als auch MindManager-Daten importieren. Einem Umstieg steht also nichts im Weg. Abzuwarten ist, wie sich der Aufruf von XMind an Eclipse-Entwickler, Module für ihre Software zu entwickeln, auswirken wird.

Eine kostenpflichtige Pro-Version bietet noch einige Features mehr.

Systemvoraussetzungen: OSX 10.4 mit Java ab 5, Windows ab Win 2000,  Linux
Download: XMind 3
Lizenz: OpenSource EPL und LGPL

Und noch eine kleine Umfrage dazu: