Archiv der Kategorie: OpenSource

Vienna – konkurrenzfähiger Feedreader

Nachdem ich meine Feeds lange Zeit mit der Sage-Extension für den Firefox und danach mittels RSS Menu gelesen habe, wollte ich es doch mal mit einem „richtigen“ Feed-Reader probieren.

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Mit Vienna gibt es einen kostenlosen OpenSource-Reader, der im klassischen dreigeteilten Layout Feeds, Schlagzeilen und Volltext darstellt. Funktioniert unspektakulär und zuverlässig.

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Bemerkenswerte Features sind

  • Ein integrierter Browser mit „Tabs“
  • Intelligente Ordner
  • Formatvorlagen für die Artikeldarstellung

Das ist alles nicht so elegant wie bei NewsWire, dafür aber kostenlos. Und eine neue Version mit Optimierungen ist auch bereits angekündigt.

Systemvoraussetzungen: 10.3.9
Download: Vienna 2.0.4

Nachtrag 31.08.06:
Bei Macnotes gibts einen guten Artikel, wie man Vienna besonders effektiv einsetzen kann.

arRsync – vielversprechendes Backup-Programm auf solider Basis

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Das gerade mal 3 Monate alte OpenSource-Backup-Programm mit dem kryptischen Namen arRsync sollte sich jeder anschauen, der auf der Suche nach einer kostenlosen, einfach zu bedienenden und zuverlässigen Backup-Lösung ist.

Es bietet ein nüchternes, aber einfach zu verstehendes GUI für das UNIX-interne rSync und lässt damit auch den OSX-Normaluser in den Genuss dieses leistungsfähigen Tools kommen, ohne dass er komplizierte Terminal-Befehle lernen müsste.

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Ich hab es jetzt eine Woche lang parallel zu iBackup betrieben – und ich denke, es wird den Backup-Job bald alleine übernehmen…

Dank an LuisHulot für diesen Tipp.

Download: arRsync 0.4

Diese Freeware bei „i use this“

VLC – Media Player ohne Einschränkungen

Warum eigentlich soll man eine kostenlose System-Software wie den Quicktime Player durch eine andere kostenlose Medienabspielsoftware ersetzen?

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Ganz einfach: weil sie besser ist. Spätestens als Apple die kostenlose Variante um die Vollbildfunktion beschnitten und zwei Drittel aller Menü-Einträge mit "Ätsch, nur noch in der Pro-Version verfügbar" markiert hatte, war der Quicktime Player nicht mehr viel wert. Der VLC media player ist OpenSource und für alle Betriebssysteme verfügbar. Es spielt Audio- und Videodateien ebenso wie Streamingformate ab, exportiert und konvertiert mit vielen gebräuchlichen Audio- und Video-Codecs.

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Die Funktionsvielfalt ist beeindruckend, für die einfache Wiedergabe von Filmen sind erwähnenswert: der Vollbildmodus, die Veränderung der Abspielgeschwindigkeit, das Abspielen mehrerer Videos in Form von Playlists und die Anwendung verschiedener Filterfunktionen in Echtzeit.

Das Programm ist zwar nicht immer ganz stabil, aber das nehme ich für den enormen Funktionszuwachs gern in Kauf.

Download: VLC media player 0.8.5

Delicious Mac – vier Wege zu den Bookmarks

Wahrscheinlich nutzen nur die verstocktesten Geheimniskrämer noch nicht die Vorteile der öffentlichen Bookmark-Verwaltung bei del.icio.us. Mit einer entsprechenden Browser-Extension macht es del.icio.us Firefox-Anwendern ja auch besonders einfach, neue Lesezeichen hinzuzufügen.

Etwas umständlicher ist es schon, die gehorteten Bookmarks zur Benutzung zu durchsuchen und aufzurufen. Der Weg zur Del.icio.us-Seite ist jedenfalls etwas zu umständlich. Mit geeigneten Freeware-Applikationen wird dem Mac-User aber auch dieser Weg leicht gemacht.

Der erste Weg: einmal mehr den Firefox aufbohren

Mit der Extension Foxylicious werden die del.icio.us-Bookmarks – auf Knopfdruck oder auch täglich automatisch – in ein festgelegtes Verzeichnis der lokalen Firefox-Bookmarks gespeichert. Dabei wird für jedes del.icio.us-Tag ein eigenes Unterverzeichnis angelegt. Angenehmer Nebeneffekt: ein lokales Backup der wertvollen del.icio.us-Inhalte. Man weiß ja nie… ;-)

Eine praktische Ergänzung hierzu ist die Extension AutoMarks. Sie fügt die lokalen Bookmarks dem Cache hinzu, aus dem die Autocomplete-Funktion der Browser-Adresszeile bestückt wird. D.h. bei Eingabe von ein paar passenden Buchstaben wird automatisch eine Auswahl passender URLs aus der History und aus den Bookmarks angeboten.

Weg zwei: mit Delibar in die Finder-Menüzeile

Delibar ist ein kleines Programm, das die Bookmarks als Finder-Menü anbietet. Basierend auf den zugeordneten Tags wird eine zweistufige Menüstruktur erzeugt, mit der man auch größere Mengen an Bookmarks flink und intutitiv durchbrowsen kann.

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Der dritte Weg: Quicksilver

Natürlich bietet Quicksilver, das Schweizer Taschenmesser unter den Hilfsprogrammen auch für diesen Fall eine Lösung. Ein passendes Plug-In importiert die Bookmarks und stellt sie für die Tastenakrobatik von Quicksilver zur Verfügung.

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Über passende Tastenkombinationen kann man dann Delicious-Tags und -Bookmarks zur Anzeige im Browser aufrufen.

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Der vierte im Bunde: Cocoalicious

Cocoalicious ist die aufwändigste aber auch komfortabelste Lösung in dieser Runde. Zuerst mutet es seltsam an, ausgerechnet so etwas browser-bezogenes wie Bookmarks in einem separaten Programm zu verwalten – aber es gibt doch ein paar gute Gründe für diesen Umweg.

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Natürlich lassen sich die Bookmarks im dreigeteilten Fenster mit (optionaler) Browservorschau sehr viel flotter durchforsten. Außerdem bietet Cocoalicious die Möglichkeit, die gespeicherten Seiten komplett zu indizieren. Das erweitert die Datenbasis für die integrierte Suche natürlich ganz enorm. Neben den eigentlichen Bookmarks, den zugeordneten Tags und del.icio.us-Kommentaren kann man damit gleichzeitig den Inhalt der eigentlichen Seite durchsuchen. Und dass diese Suche natürlich wesentlich schneller ist als die der del.icio.us-Seite ist ohnehin klar.

Einziger Wermutstropfen: die Speicherung der aktuell im Browser dargestellten Seite mittels Cocoalicious funktioniert nur beim Safari. Aber für uns Firefox-User bietet sich ja immer noch die del.icio.us-Extension – womit wir wieder am Anfang dieses Beitrags wären…

Die Links im Überblick:

Firefox statt Safari – besser browsen unter OS X (Teil 2)

Nach dem wir uns im letzten Beitrag davon überzeugen konnten, dass der Firefox mindestens so lecker aussehen kann wie der Safari, kommen heute die eigentlichen Argumente zum Zug.

So gut der Safari auch sein mag, letztlich ist er mit einer Verbreitung von ein paar Prozent ein Nischenprodukt und wird von manchen Webentwicklern einfach nicht berücksichtigt. Da sieht die ein oder andere Seite schon mal etwas seltsam (oder gar nicht) aus. Da der Firefox, was die korrekte Darstellung standard-konformer Websites betrifft, eine Führungsposistion hat und seine Verbreitung in Deutschland langsam auf die 30% zusteuert die 20% überschritten hat, ist er schon allein deshalb die bessere Wahl.

Das Killer-Feature: Extensions

Die wahre Stärke des Firefox sind die Extensions, mit denen man sich den maßgeschneiderten Browser zusammenklicken kann. Die Auswahl ist riesig, hier soll nur meine kleine Auswahl mit den Schwerpunkten

  • RSS-Newsfeed
  • Webentwickler-Tools
  • Social Bookmarking

besprochen werden.

Screenshot Firefox OS X

Hier die Extensions auf einen Blick:

  1. Die Sage-Newsreader-Extension ist nicht ganz so elegant wie der RSS-Reader im Safari, erfüllt Ihren Zweck aber flott und unauffällig – und lässt sich mit eigenen Styles Mac-gerecht gestalten. Besonders empfohlen sei hier der "Hicks"-Style.
  2. Pflicht für jeden, der mit Webentwicklung zu tun hat ist die Webdeveloper Toolbar von Chris Pederick. Sie bietet mindestens 50 Funktionen für jeden, der eine Website komplett analysieren muss.
  3. Die del.icio.us-Extension integriert das Social Bookmarking derart elegant, dass es keinen mehr geben sollte, der seine Bookmarks lokal hortet… Um die bei del.icio.us gepeicherten Bookmarks dennoch lokal zu speichern (man weiß ja nie…) gibt es die praktische Foxylicious-Extension
  4. Der Pearl Crescent Page Saver wurde hier bereits besprochen. Es gilt weiterhin: Download-Pflicht!
  5. Die HTML-Tidy-Extension zeigt immer ganz unauffällig HTML-Warnungen und -Fehler an und ergänzt die Quelltext-Darstellung um ein Fehler-Highlighting und eine Möglichkeit zur Korrektur des Quelltexts! Sehr praktisch!
  6. Und dann noch ein Leckerbissen, exklusiv für OS X: die Firebug-Extension. In einer Konsole am Seitenfuß kann man Stück für Stück den Quellcode der Seite inspizieren, indem man auf die fraglichen Elemente im Browser-Fenster klickt.

Wie gesagt: dies ist nur eine kleine persönliche Auswahl – viele weitere Extensions gibt es z.B. bei Erweiterungen.de, Extension Mirror oder direkt bei Mozilla. Die Auswahl sollte jeden Safari-User neugierig machen. Und wer heute noch den Internet Explorer auf dem Mac benutzt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen…