Archiv der Kategorie: OpenSource

Firefox 3 – Download Day am 17. Juni

Angelockt von den angeblich sensationellen Geschwindigkeitszuwächsen betreibe ich den neuesten Firefox seit der dritten Public Beta parallel (mit zwei Profilen, man weiß ja nie) zur aktuellen Version 2. Inzwischen sind wir beim Release Candidate 3 angelangt – der Launch der finalen Version 3 steht kurz bevor. Und ich kann nur sagen: der Umstieg wird sich lohnen!

Der erste Eindruck nach der Installation war zuerst enttäuschend. Das als sehr mac-like gepriesene Standard-Theme wollte mir nicht so recht gefallen.

Aber hier gibts im Hause Aronnax wieder Abhilfe durch das GrApple Theme. Und wenn wir schon dabei sind, den Fuchs Richtung Safari zu trimmen, bauen wir mit der Extension Fission den typischen Safari-Ladebalken in die Adresszeile und legen mittels eines Userstyles und der Extension Stylish Stop- und Reloadbutton zusammen. Voilà:

Auf dem Weg durch die Beta-Versionen wurden immer mehr Extensions kompatibel gemacht, bis auf die einschließlich der Extension für Selenium-Tests funktionieren inzwischen alle meine Add-Ons, die den Firefox so praktisch machen.

Wirklich toll sind aber die vielen kleinen und großen Optimierungen, die dem Firefox meines Erachtens einen erheblichen Vorsprung vor dem Safari sichern. So ist z.B. das Bookmark-Handling und die del.icio.us-Integration toll gelöst – hier hat man sicher einiges von Flock gelernt.

Um die Veröffentlichung des neuen Browsers entsprechend zu feiern, hat die Community für den 17. Juni 2008 den Download-Day angekündigt, an dem ein weltweiter Download-Rekord aufgestellt werden soll. Jeder ist eingeladen, daran teilzunehmen. Ich bin dabei.

Download Day - German

Systemvoraussetzungen: OS X
Download: am 17.06.2008 ;)
Lizenz: OpenSource, Freeware

Nachtrag 17.06.08: Auf seiner Website „Mit Firefox per Du“ erklärt Ralph Segert in einem Video ganz anschaulich 10 Highlights des FF3.

Songbird – OpenSource-Alternative zu iTunes

Songbird ist ein Open-Source-Audioplayer auf Mozilla-Basis, der sich inzwischen zu einer erstzunehmenden Alternative zu iTunes gemausert hat.

Get Songbird

Auch wenn Songbird in erster Linie ein Browser ist – Firefox-User werden sich sofort zuhause fühlen – sieht es aus wie ein (dunkelgrauer) Clone von iTunes. Die Darstellung der Medienbibliothek (die man natürlich aus iTunes importieren kann) ist nahezu identisch.

Im aktuellen Developer-Preview in der Version 0.4 läuft der Player stabil und bietet einige Features, die iTunes nicht hat, und sicher auch nie bieten wird. Songbird folgt nämlich nicht nur technisch dem Gedanken freier Software, es unterstützt auch sehr elegant das Browsen, Downloaden und Abspielen frei zugänglicher MP3-Songs.

Besucht man eine Seite, auf der MP3-Songs verlinkt sind (wie z.B. das unbedingt lesens- und hörenswerte Musik-Blog nicorola.de ), werden diese ausgelesen und als kleine Playliste am Fuß des Fensters angezeigt. Von dort kann man sie entweder direkt abspielen oder herunterladen und der eigenen Bibliothek hinzufügen. Sehr praktisch: man kann auch so genannte Abonnements speichern, die festgelegte Seiten regelmäßig nach neuen Titeln durchsuchen.

Zwei kleine Problemchen halten mich noch vom endgültigen Umzug ab. Die Anbindung an Last.fm ist etwas unstabil, das Scrobbeln über das einzig verfügbare Plugin läuft noch etwas unkomfortabel und leider auch unzuverlässig. Und: aktuell verwende ich iTunes mit zwei verschiedenen Bibliotheken, ein Trick den Songbird noch nicht beherrscht.

Wer Last.fm mit dem schwarzen Interface verwendet, wird verblüfft sein, wie nahtlos es sich ins Songbird-Design einfügt. Hier wächst (zumindest optisch) zusammen, was zusammen gehört. In diesem Sinne fehlt eigentlich nur noch eine richtig gute technische Verbindung. So werden z.B. die bei Last.fm angebotenen kostenlosen MP3s komischerweise nicht wie oben beschrieben angezeigt.

Spannend auch: da sich Songbird – genau wie Firefox – mit Add-Ons und Themes (hier liebevoll „Feathers“ genannt) aufrüsten lässt, hat sich eine lebendige Community rund um das Vögelchen gebildet, in der man neben technischen News auch den ein oder anderen musikalischen Tipp erhält.

Systemvoraussetzungen:  OS X 10.4
Download: Songbird 0.4 Developer Release
Lizenz: OpenSource

Miro – Video-Podcatcher und Internet-TV

Die Vorgänger-Software trug das Anliegen noch im Namen: „Democracy“. Heute heißt sie Miro, wirbt aber immer noch mit dem gleichen Ziel: Video-Podcasts, quasi als „Fernsehen von unten“, einfach und bequem aufs Sofa oder auf den iPod zu bringen.

Und dies funktioniert – ausreichende Bandbreite vorausgesetzt – wirklich glänzend. Das Prinzip ist dasselbe wie bei den guten alten Audio-Podcatchern: man abonniert Video-Podcasts im RSS- oder anderen XML-Formaten, und fortan bekommt man (wenn gewünscht automatisch) die jeweils neueste Folge zur Offline-Betrachtung heruntergeladen.


Deutschsprachige Channels im Program Guide

Der mitgelieferte Programm-Guide bringt bereist mehr als 3.400 Podcasts mit, davon allein mehr als 300 auf deutsch. Zusätzlich kann man mit der integrierten Video-Suche alle großen Portale wie Youtube, GoogleVideo und co. durchsuchen und die gefundenen Videos per Download in die eigenen Medienbibliothek aufnehmen.


Inhaltsverzeichnis eines Podcasts


Video-Podcast „Elektrischer Reporter

Im Hintergrund werkelt ein integrierter BitTorrent-Client, der die Downloads organisiert. Besonders elegant sind die Regelungsmechanismen um die Festplatte vor einer Überlast von Video-Daten zu schützen: zum einen kann man für jedes Video ein Verfallsdatum angeben, nachdem es automatisch gelöscht wird, außerdem ist es möglich, die Größe des Festplattenplatzes einzustellen, der auf jeden Fall freibleiben soll.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.3, Quicktime 7
Download: Miro 1.1 (für Windows und Linux ebenfalls verfügbar)
Lizenz: OpenSource

Dank an Frank für den Tipp!

iScrobbler – schlanker Last.fm-Sender

Habe ich meine liebste Internetplattform Last.fm eigentlich schon gepriesen? Na klar. Aber ein weiterer Bericht soll erlaubt sein. Mit dem hier bereits vorgestellten Last.fm-Player bekommt der Musik-Freund Zugang zur weiten Welt der Last.fm-Radios und kann gleichzeitig die gehörte Musik seinem Profil hinzufügen.

Auf der selben von Last.fm Audioscrobbler genannten Technologie setzt das Menüleisten-Programm iScrobbler auf. Solange man seine Musik vorrangig in iTunes hört, tut es im wesentlichen dasselbe wie Last.fm, nämlich das eigene Musikprofil aktualisieren. Dies geht allerdings wesentlich weniger ressourcenfressend vonstatten. (Programmgröße 2,9 MB statt 85 MB bei Last.fm) und funktioniert schon seit längerem zuverlässig mit iPods (selbst mit meinem etwas betagten Shuffle).

Natürlich bietet es auch die Funktionen, Titel zu taggen, zu Lieblingstiteln zu erklären oder anderen Last.fm-Usern zu empfehlen.

Weitere Informationen zu den gehörten Titeln kann man bei Bedarf ebenfalls einblenden, ansonsten zieht sich das Programm immer diskret in die Menüleiste zurück. Dass es eine Schnittstelle zu Growl hat, versteht sich von selbst.

Die einzige Funktion, die ihm im Gegensatz zur „offiziellen“ Last.fm-Software fehlt ist das Last.fm-Radio, aber selbst das gibt es schon in der aktuellen Beta-Version.

Auf dieses Tool brachte micht übrigens Ralph mit seinem Kommentar zu meinem ersten Last.fm-Beitrag. Besten Dank dafür!

Systemvoraussetzungen: OS X 10.3.9
Download: iScrobbler 1.5.2
Lizenz: OpenSource

Burn – ganz einfach brennen

Der lapidare Name sagt es: Burn brennt CDs und DVDs – und zwar ebenso simpel wie der Name vermuten lässt.

Wer sich mit den eingebauten Brennfunktionen des Finders nicht so recht anfreunden kann, sich aber auch keine teuren Brennprogramme wie Toast leisten mag, für den kann Burn eine gute Alternative sein.

Neben Daten-DVDs und CDs brennt Burn auch Audio- und Video-Datenträger in verschiedenen Formaten, wobei es die erforderlichen Codier-Arbeiten gleich übernimmt. Dabei verwendet es Quicktime und ffmpeg (Wikipedia). Disk-Images im ISO- oder DMG-Format brennt man locker per Drag & Drop und das Löschen von RW-Datenträgern erledigt Burn natürlich auch.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.3.9
Download: Burn 1.7u
Lizenz: OpenSource GPL

Update: Christian weist zurecht drauf hin: dieser Beitrag zum Brennen am Mac beim unbedingt lesenswerten Nachbarblog „Mein neuer Mac“ macwork.wordpress.com“ bringt eine Fülle von Informationen zum Thema.