Archiv der Kategorie: OpenSource

XMind – mächtiges Mindmapping-Tool

xmind-logo

Die eclipse-basierte Mindmapping-Software XMind ist seit der Version 3 als kostenlose OpenSource-Software verfügbar – und sortiert den „Markt“ der kostenlosen Mindmapper neu.

Bisher verwendete ich – in erster Linie aus Gründen der Plattformunabhängigkeit – die Software FreeMind. Verglichen mit XMind ist sie allerdings funktional doch deutlich eingeschränkt und relativ hakelig in der Bedienung. Der Umstieg ist sicher.

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In einem Interface, das Anwendern eclipse-basierter Programme sofort vertraut ist, bietet XMind eine Vielzahl von Features. Einige davon sind selbst bei manchem kostenpflichtigen Mindmapping-Programm nicht zu finden, wie zum Beispiel:

  • Verschiedenste Strukturen: klassischen Mindmap, diverse Baumansichten, Tabellendarstellung lassen weit vielfältigere Darstellungen zu. So kann man z.B. ganz einfach eine klassische Sitemap darstellen.
  • Das Platzieren freier Knotenpunkte eröffnet Darstellungsmöglichkeiten außerhalb der klassischen hierarchischen MindMap.
  • Integrierter Outline-Modus
  • Automatische Erzeugung einer Legende
  • Laden eigener Icon-Sets

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Natürlich kann XMind sowohl FreeMind als auch MindManager-Daten importieren. Einem Umstieg steht also nichts im Weg. Abzuwarten ist, wie sich der Aufruf von XMind an Eclipse-Entwickler, Module für ihre Software zu entwickeln, auswirken wird.

Eine kostenpflichtige Pro-Version bietet noch einige Features mehr.

Systemvoraussetzungen: OSX 10.4 mit Java ab 5, Windows ab Win 2000,  Linux
Download: XMind 3
Lizenz: OpenSource EPL und LGPL

Und noch eine kleine Umfrage dazu:

Synkron – Backup-Lösung aus der Linux-Welt

Auf Basis von QT entwickelte Programme lassen sich offensichtlich relativ einfach für verschiedene Betriebssysteme ausgeben. Da kann es sich also mal lohnen, bei den Linux-Nachbarn nachzuschauen. Mit Synkron habe ich dort eine Backup-Lösung für OS X gefunden, die einen recht guten Eindruck macht.

Synkron beherrscht alle Tricks eines ausgereiften Synchronisierungstools (Screenshots):

  • Verzeichnis-Syncs
  • Tabs mit mehreren gleichzeitigen Sync-Jobs
  • Regelmäßige, automatische Syncs mittels Aufgabeplaner
  • Vorschau des Sync-Jobs
  • Verwaltung von „Blacklists“ zum Ausschließen von Dateien, Dateitypen oder Ordnern
  • Restore-Funktionen mit Sync-Protokollen

Das alles lässt sich (mit fast zu vielen Parametern) sehr fein einstellen. Besonders sympathisch finde ich die Vorschau-Funktion: „Was würde passieren, wenn ich die Synchronisation jetzt ausführen würde…“

Systemvoraussetzungen: OS X (Universal)
Download: Synkron 1.4.0 für Mac OS X (Version für Win und div. Linuxe ebenfalls vorhanden)
Lizenz: Freeware, OpenSource (GPL v2)

VirtualBox – Windows und Kubuntu unter OS X virtualisiert

Meine Twitter-Verfolger wissen es bereits: das Testen von VirtualBox hat mich begeistert!

Da ich hin und wieder einen echten Internet Explorer zum Gruseln zum Testen benötige, ist eine virtuelle Maschine natürlich ein naheliegender Gedanke. Aber weder Parallels, VMWare noch Q konnten mich überzeugen. Insbesondere Parallels hat mich mit regelmäßigen Abstürzen und hohem Ressourcenbedarf in die Verzweiflung getrieben… Nun hat mich VirtualBox mit dem Thema Virtualisierung wieder versöhnt.

Von der Bedienung unterscheidet sich VirtualBox kaum von seinen kommerziellen Nachbarn. Eine virtuelles System ist mittels Installations-Assistenten schnell angelegt: man erzeugt eine virtuelle Festplatte, installiert das gewünschte Betriebssystem von einem Disk-Image oder einer Installations-CD, und startet das neu installierte System zukünftig, indem man im Wirtssystem VirtualBox als Programm startet und von dort das gewünschte Betriebssystem.


Auswahl der Betriebssysteme im Installationsassistenten

Dabei bietet VirtualBox viele Kombinationen aus Wirts- und Gastsystemen. In meinem aktuellen Fall laufen nun Windows XP und Kubuntu 8 als Gäste auf meinem MacBook.

Die Gastsysteme klinken sich dabei hardwerkmäßig in das Wirtssystem ein, so dass ich mir keine Gedanken über USB-, CD-ROM, LAN- oder WLAN-Konfiguration machen muss. Mit gemeinsamen Ordnern kann ich Daten zwischen den Systemen austauschen und Copy & Paste funktioniert ohnehin systemübergreifend.

Wenn man das Gastsystem im Fullscreenmodus betreibt ist die Illusion perfekt.


Fullscreen-Modus: Windows XP unter OS X

Noch schöner wird’s im (etwas holprig benannten) „nahtlosen Mode“. Die Fenster des Gastsystems erscheinen einfach in der OS X-Umgebung und beim Wechsel von Fenster zu Fenster wechselt man von Betriebssystem zu Betriebssystem.


Friedliches Nebeneinander: Firefox (OS X), Internet Explorer (Win XP) und Konqueror (Kubuntu 8)

Natürlich beherrschen VMWare und Co. noch einiges mehr, aber für eine kostenlose OpenSource-Software ist VirtualBox wirklich sensationell gut – und erfreulich ressourcenschonend. Selbst mit zwei Gastsystemen im nahtlosen Modus hat es meinen Rechner noch nicht ernsthaft ins Schnaufen gebracht.

Systemvoraussetzungen: OS X (Intel)
Download: VirtualBox für OS X
Lizenz: OpenSource GPL

OpenOffice 3.0 Beta – Mac-User willkommen!

Neidisch mussten wir Mac-User der OpenOffice-Entwicklung für Windows und Linux zuschauen. Während die anderen Betriebssysteme mit aktuellen Versionen versorgt wurden, mussten wir uns mit unhandlichen X11-Konstrukten, wackligen Developer-Snapshot-Versionen oder zähen Java-Portierungen begnügen. Seit der Veröffentlichung von OpenOffice 3.0 Beta am 15. Juli 2008 ist dieser Zustand vorbei!

Endlich gibt es eine aktuelle und voll funktionsfähige Office-Alternative im original Mac-Aqua-Interface. Ok, das obere Ende der Interface-Gestaltung markiert sie nicht gerade – aber sie funktioniert, wie man es von einem Mac-Programm erwartet. Und sie funktioniert gut: sämtliche MS-Office-Dateien konnte ich (nahezu) verlustfrei öffnen und wieder speichern, Word-Dokumente mit komplexen Formatvorlagen, Excel-Dateien mit anspruchsvollen Funktionen und Powerpoint-Präsentationen ließen sich in OO problemlos weiterbearbeiten. In NeoOffice ist mir dies nicht immer gelungen.

Bedenkt man die Bedeutung, die ein Office-Paket im Arbeitsalltag der meisten Mac-User haben dürfte, komme ich nicht umhin zu sagen: dies ist ein Meilenstein auf dem Weg zum komplett kostenlos ausgestatteten Mac! Deshalb bekommt OpenOffice auch einen Ehrenplatz in meiner kostenlosen Software-Grundausstattung.

Systemvoraussetzungen: OSX 10.4 (Intel oder PowerPC)
Download: OpenOffice 3.0 Beta 2 (de), (en), (BitTorrent)
Lizenz:  OpenSource

Quartz PDF Plugin – Firefox statt Vorschau

Safarianer werden gähnen, kann ihr Lieblingsbrowser dies doch von Hause aus: nämlich PDF-Dateien im Browser-Fenster anzeigen.

Mit dem Quartz-PDF-Plugin kann dies nun auch der Firefox ab Version 3. Besonders hilfreich für all diejenigen, die auf einen PPC-Mac noch das PDF-Browser-Plugin installiert hatten, das aber leider nicht für Intel-Macs portiert wurde. Das Quartz-PDF-Plugin ist zwar vom Handling noch etwas rudimentär – die wenigen Funktionen verbergen sich im Kontextmenü – aber es erfüllt seinen Zweck.

Da es sich so unauffällig integriert, und auch Kurzbefehle wie „Apfel+S“, „Apfel+F“ und „Apfel+P“ genau das tun, was wan von ihnen erwartet, vergisst man innerhalb kürzester Zeit, dass es ein Plug-In ist, das einem diese Selbstverständlichkeiten ermöglicht. (Deshalb auch erst jetzt ein Beitrag dazu. Dank an Eiko für den Hinweis)

Systemvoraussetzungen: OSX 10.4, Firefox 3.0
Download: Quartz PDF Plugin 0.9.8
Lizenz: OpenSource (MIT Lizenz)