Archiv der Kategorie: imaging

Erstaunlich einfache HDR-Fotos mit HDRtist

Erstaunlich simpel kann man mit HDRtist so genannte HDR-Fotos erzeugen. Einfach mehrere, unterschiedliche Fotos im Fenster ablegen und mit dem Regler die Stärke des HDR-Effekts einstellen.

Und dies funktioniert sogar mit nur einem Bild – als so genanntes „Pseudo-HDR“.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: HDRtist 1.0
Lizenz: Freeware

Geschrieben via email auf freewareosx @ posterous

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Picasa – Googles mächtiger Fotomanager nun auch für OS X

Die Veröffentlichung von Googles Foto-Verwaltung Picasa für OS X hat ja bereits für ein ordentliches Rauschen in der Blogosphäre gesorgt. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, mich mit dem Programm vertraut zu machen. Und mein bisheriges Urteil ist zwiespältig.

picasa-icon

Mit iPhoto habe ich ja schon vor einiger Zeit abgeschlossen, so dass der Weg für eine neue Bilderverwaltung eigentlich frei wäre. Doch schon beim Start fällt störend auf: das Interface ist überhaupt nicht Mac-like, es wirkt eher wie eine Browser-Anwendung. Die grundsätzliche Anordnung der Elemente ist aber ähnlich wie bei iPhoto. Positiv: die Ordnerstruktur der Festplatte kann als Ordnungsprinzip beibehalten werden, Picasa kopiert und verschiebt nichts. Zusätzlich kann man in der Datenbank über die Ordnergrenzen hinweg so genannte „Alben“ anlegen.

picasa-screen-1

Beim ersten Start sucht das Programm (so man es zulässt) nach allen Bilddateien auf dem Rechner, was erstmal zu einer erheblichen Systemlast führt. Über den Folder Manager kann man allerdings sehr detailliert einstellen, welche Bilder überhaupt in die Datenbank aufgenommen werden sollen, so dass man den Datenwust auch nachträglich gut bereinigen kann.

picasa-folder

Leider werden Veränderungen an Unterordnern bei mir nicht zuverlässig erkannt, so dass ich den ein oder anderen Unterordner nochmals separat zur Überwachung hinzufügen musste. Dann aber bekommt man eine sehr schöne Thumbnail-Übersicht, die sich gut browsen lässt. Die Feature-Vielfalt allein in der Bildpräsentation ist schon riesig. Da kann man nach Fotos mit Gesichtern filtern (!), Diashows starten, Diashows als Filme generieren, Collagen, Wallpapers und Posters  in den unterschiedlichsten Ausprägungen generieren… Das Tagging ermöglicht zusätzliche Such- und Filtermöglichkeiten, wobei die Tags vorbildlich sowohl in die bildeigenen IPTC-Daten als auch in die systemeigenen Spotlight-Kommentare eingetragen werden. (Feature-Übersicht im Video)

picasa-collage

In der Bildbearbeitung bietet Picasa ebenfalls ein riesiges Angebot an Funktionen. Von der (recht guten) automatischen Rotaugenkorrektur über diverse Bildeffekte bis hin zur vollautomatischen Bildoptimierung  – in Google-Sprech die „I’m Feeling Lucky“-Funktion genannt. Sämtliche Änderungen werden übrigens vorerst nur in der Datebank vorgenommen und können jederzeit rückgängig gemacht werden. Erst beim ausdrücklichen Speichern wird man gefragt, ob ein Backup des Originals gemacht werden soll.

Die Anbindung an Googles Webdienst Picasa Web Albums ist natürlich integriert, eine Anbindung von Flickr wird es naturgemäß leider nicht geben. Aktuell fehlt in der Mac-Version auch noch die Möglichkeit zum Geotagging via GoogleEarth, aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit.

Fazit: ganz perfekt ist Picasa nicht, aber wegen seines intelligenten Umgangs mit Originalmaterial und vorhandenen Ablage- und Ordnungssystemen weit sympathischer als iPhoto. Ein Umstieg von meiner Finder-basierten Bildverwaltung ist möglich aber nicht zwingend und vor allem: nicht unumkehrbar. Also teste ich mal weiter…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4.9
Download: Picasa 3.0.1.321
Lizenz: Freeware

Skitch – genial simple Bildbearbeitung

Auf der Suche nach einer Alternative zum inzwischen kostenpflichtig gewordenen Imagewell bin ich bei Andreas und Manuela auf sehr wohlwollende Beiträge zu Skitch gestoßen. Also habe ich meine Vorbehalte, dass man sich für die Nutzung von Skitch erstmal einen Upload-Account beim zugehörigen Bild-Portal anlegen muss, überwunden und mich ans Testen des kleinen Programms gemacht.

Und ich muss sagen: wow! Ich dachte, Imagewell sei an Einfachheit nicht zu übertreffen, aber Skitch belehrt mich eines besseren. Auch wenn das Interface auf den ersten Blick etwas verspielt aussieht, der Funktionsaufbau ist derart logisch, dass man schnell alle Features erfasst hat und begierig die Tastaturbefehle lernt – wodurch das Bildbearbeiten noch flotter vonstatten geht.

Mein bevorzugter Anwendungszweck ist das Erstellen und Kommentieren von Screenshots. Dafür bietet Skitch verschiedene Modi – und die Möglichkeit zur Aufnahme von Snapshots mit der integrierten iSight. Dann geht es ganz schnell.

  • Kreise, Rechtecke, Linien, Pfeile und Farbflächen hinzufügen
  • Das Bild Skalieren und Zuschneiden (durch einfaches Ziehen am Fensterrahmen)
  • Rotieren und Spiegeln
  • Schlagschatten hinzufügen

Interessant wird es bei der Weiterverwendung der Bilder. Hier gibt es unterschiedlichste Methoden. Man kann sie

  • per Drag & Drop in jedes beliebige Programm oder den Finder ziehen
  • auf den Skitch-Server laden
  • per FTP, SFTP oder WebDAV auf beliebige Server laden
  • zu Flickr senden
  • zum .mac-Account senden
  • per Mail versenden

Dabei wird alles in einer History protokolliert, die sich – wie bei Dashboard-Widgets – auf der „Rückseite“ des Programm-Fensters befindet.

Wenn man übrigens dort einen Eintrag löscht, wird man gleich gefragt, ob die entsprechende Remote-Kopie (auf dem FTP-Server, Flickr,…) gleich mit gelöscht werden soll.

Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich der Zugriff auf das Bild-Verzeichnis. Hier kann man Bilder zur Weiterverarbeitung und Versendung mit Skitch auswählen.

Kurzum: dieses Programm schleicht sich sofort in den Workflow ein. Aktuell steht es kostenlos als „Open Beta“ zur Verfügung. Informationen zur zukünftigen Lizenzpolitik habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

Systemanforderungen: OS X
Download: Skitch 1.0b (nach Registrierung)
Lizenz: kostenlose „Open Beta“ 

ExifRenamer – Bilder eindeutig umbenennen

Zum Thema „Bilder ohne iPhoto verwalten“ hat mir David einen guten Tipp gegeben: das Umbenennen von Photos mit eindeutigen Namen auf Basis ihrer EXIF-Daten funktioniert noch besser mit dem Tool ExifRenamer von Stefan Robl.

Auf einen Schlag hat man aus einem Berg von Bildern mit nichtssagenden Namen vom Typ „PIC00001.jpg“ eindeutig wiedererkennbare gemacht wie z.B. „2007-12-12_22-10-05.jpg“.

Das schönste aber: seit meinem Abschied von iPhoto importiere ich Bilder ja wieder ganz brav mit dem Dienstprogramm „Digitale Bilder“ – und hier läßt sich ExifRenamer praktischerweise als „Automatischer Prozess“ nach dem Import einstellen. Wunderbar einfach!

Systemvoraussetzungen: ?? (Funktioniert aber unter 10.4 und 10.5)
Download: ExifRenamer 2.1.1
Lizenz: Donationware

Pixer – minimale Bildbearbeitung

Mit Imagewell steht ja bereits ein kleiner, einfacher Bildeditor zur Verfügung – mit Pixer gehts aber noch flotter. Zumindest wenn die Aufgabe darin besteht, Bilder neu zu skalieren.

Das Prinzip ist simpel: man zieht eine oder mehrere Bilddateien (PNG, JPEG, TIFF, PICT, BMP oder PSD) auf das Programm-Icon, gibt in die erscheinende Dialogbox die neue Größe ein, und ruckzuck wird von jeder Datei eine Kopie in der gewünschten Zielgröße erstellt. Extrem praktisch, wenn man z.B. alle Screenshots für sein Freeware-Blog auf eine Standardbreite eindampfen muss ;) .

Dabei stehen einige Varianten zu Verfügung:

  • „450“: das Bild wird auf die eingegebene Bildbreite (in Pixeln) herunterskaliert
  • Keine Eingabe: zu jeder Bilddatei wird ein Icon erzeugt
  • „H“, „M“, „L“, „T“: es wird auf eine vorgegebene Bildbreite skaliert (H = 800, M = 480, L = 305 und T = 80 Pixel)
  • „48%“: das Bild wird proportional um die eingebene Prozentzahl herunterskaliert
  • „1000×600“: Das Bild wird – je nachdem, ob im Original größer oder kleiner – auf die angegebene Größe abgeschnitten, oder es wird ein Rand angefügt

Nichts für echte Photoshopper, aber ideal für die kleine Bildbearbeitung zwischendurch. Deshalb hat sich Pixel auch einen Platz in meiner Symbolleiste erobert.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: Pixer 1.7
Lizenz: Freeware

(Dank an Olli für den Tipp)