Archiv der Kategorie: Freeware

Shtaggle – mit Last.fm iTunes-Bibliothek taggen

Nichts liegt näher, als mittels Tags zusätzliche Ordnungskriterien in die iTunes-Bibliothek zu bringen – und dann mit intelligenten Playlists immer neues Hörvergnügen zu produzieren. Seltsamerweise bietet iTunes hierfür keine Funktion, wo doch Musik-Communities wie Last.fm sehr schön vorführen, wie erfolgreich das Taggen sein kann.

Mangels funktionierender Hilfsprogramme habe ich mir hier bisher mit ein paar Applescripts geholfen, die in das Kommentarfeld so essentielle Informationen wie <party>, <coverversion> oder ähnliches geschrieben haben. Mit der Veröffentlichung von Shtaggle ist das vorbei.

Dieses Programm tut genau dies, und zwar während ich iTunes-Musik höre. In einer etwas wilden Anordnung von Fenstern zeigt es nicht nur meine Tags aus iTunes an, sondern auch die der Last.fm-Hörer. Mit einem Klick kann ich nun weitere Tags aus dem Last.fm-Fundus oder auch neue hinzufügen. Mit einem eigenen Last.fm-Account funktioniert das Ganze auch anders herum: meine mittels Shtaggle vergebenen Tags werden an Last.fm übertragen. Sehr schön.

Weitere Fenster dienen zur Vergabe weiterer Spezialtags zu Stimmung, Instrumentierung oder Label. Nun denn, darauf kann ich verzichten. Auch die Liedtexte, die live von Lyricwiki geholten werden, brauche ich nicht.

Die Tags werden übrigens im Kommentar-Feld der MP3-Tags gespeichert, und dabei durch bestimmte Trennzeichen wie „{„getrennt.

Und hier lag auch mein Problem: während der Entwickler Steve als Trennzeichen die geschweifte Klammer verwendete hat, hatte ich all meine Titel mit spitzen Klammern getrennt. Ich schrieb ein kurzes Mail, ob es nicht möglich sei, die Trennzeichen frei zu bestimmen – und voilà: eine Stunde später bekam ich per Mail einen Preview des nächsten Releases, der meine Wunschfunktion enthielt. Sensationell!

Also, Freunde der gepflegten Musikbibliothek: lasst euch vom etwas seltsamen Shtaggle-Interface und der rudimentären Website nicht abhalten und probiert diesen neuen iTunes-Helfer. (Mit dem Flac-Player Play funktioniert Shtaggle auch)

Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Download: Shtaggle „Latest“
Lizenz: Freeware (Spenden erwünscht)

Firefox 3 – Download Day am 17. Juni

Angelockt von den angeblich sensationellen Geschwindigkeitszuwächsen betreibe ich den neuesten Firefox seit der dritten Public Beta parallel (mit zwei Profilen, man weiß ja nie) zur aktuellen Version 2. Inzwischen sind wir beim Release Candidate 3 angelangt – der Launch der finalen Version 3 steht kurz bevor. Und ich kann nur sagen: der Umstieg wird sich lohnen!

Der erste Eindruck nach der Installation war zuerst enttäuschend. Das als sehr mac-like gepriesene Standard-Theme wollte mir nicht so recht gefallen.

Aber hier gibts im Hause Aronnax wieder Abhilfe durch das GrApple Theme. Und wenn wir schon dabei sind, den Fuchs Richtung Safari zu trimmen, bauen wir mit der Extension Fission den typischen Safari-Ladebalken in die Adresszeile und legen mittels eines Userstyles und der Extension Stylish Stop- und Reloadbutton zusammen. Voilà:

Auf dem Weg durch die Beta-Versionen wurden immer mehr Extensions kompatibel gemacht, bis auf die einschließlich der Extension für Selenium-Tests funktionieren inzwischen alle meine Add-Ons, die den Firefox so praktisch machen.

Wirklich toll sind aber die vielen kleinen und großen Optimierungen, die dem Firefox meines Erachtens einen erheblichen Vorsprung vor dem Safari sichern. So ist z.B. das Bookmark-Handling und die del.icio.us-Integration toll gelöst – hier hat man sicher einiges von Flock gelernt.

Um die Veröffentlichung des neuen Browsers entsprechend zu feiern, hat die Community für den 17. Juni 2008 den Download-Day angekündigt, an dem ein weltweiter Download-Rekord aufgestellt werden soll. Jeder ist eingeladen, daran teilzunehmen. Ich bin dabei.

Download Day - German

Systemvoraussetzungen: OS X
Download: am 17.06.2008 ;)
Lizenz: OpenSource, Freeware

Nachtrag 17.06.08: Auf seiner Website „Mit Firefox per Du“ erklärt Ralph Segert in einem Video ganz anschaulich 10 Highlights des FF3.

Skitch – genial simple Bildbearbeitung

Auf der Suche nach einer Alternative zum inzwischen kostenpflichtig gewordenen Imagewell bin ich bei Andreas und Manuela auf sehr wohlwollende Beiträge zu Skitch gestoßen. Also habe ich meine Vorbehalte, dass man sich für die Nutzung von Skitch erstmal einen Upload-Account beim zugehörigen Bild-Portal anlegen muss, überwunden und mich ans Testen des kleinen Programms gemacht.

Und ich muss sagen: wow! Ich dachte, Imagewell sei an Einfachheit nicht zu übertreffen, aber Skitch belehrt mich eines besseren. Auch wenn das Interface auf den ersten Blick etwas verspielt aussieht, der Funktionsaufbau ist derart logisch, dass man schnell alle Features erfasst hat und begierig die Tastaturbefehle lernt – wodurch das Bildbearbeiten noch flotter vonstatten geht.

Mein bevorzugter Anwendungszweck ist das Erstellen und Kommentieren von Screenshots. Dafür bietet Skitch verschiedene Modi – und die Möglichkeit zur Aufnahme von Snapshots mit der integrierten iSight. Dann geht es ganz schnell.

  • Kreise, Rechtecke, Linien, Pfeile und Farbflächen hinzufügen
  • Das Bild Skalieren und Zuschneiden (durch einfaches Ziehen am Fensterrahmen)
  • Rotieren und Spiegeln
  • Schlagschatten hinzufügen

Interessant wird es bei der Weiterverwendung der Bilder. Hier gibt es unterschiedlichste Methoden. Man kann sie

  • per Drag & Drop in jedes beliebige Programm oder den Finder ziehen
  • auf den Skitch-Server laden
  • per FTP, SFTP oder WebDAV auf beliebige Server laden
  • zu Flickr senden
  • zum .mac-Account senden
  • per Mail versenden

Dabei wird alles in einer History protokolliert, die sich – wie bei Dashboard-Widgets – auf der „Rückseite“ des Programm-Fensters befindet.

Wenn man übrigens dort einen Eintrag löscht, wird man gleich gefragt, ob die entsprechende Remote-Kopie (auf dem FTP-Server, Flickr,…) gleich mit gelöscht werden soll.

Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich der Zugriff auf das Bild-Verzeichnis. Hier kann man Bilder zur Weiterverarbeitung und Versendung mit Skitch auswählen.

Kurzum: dieses Programm schleicht sich sofort in den Workflow ein. Aktuell steht es kostenlos als „Open Beta“ zur Verfügung. Informationen zur zukünftigen Lizenzpolitik habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

Systemanforderungen: OS X
Download: Skitch 1.0b (nach Registrierung)
Lizenz: kostenlose „Open Beta“ 

Smultron revisited – Textwrangler goodbye

Hier habe ich noch vollmundig behauptet, einen Texteditor wechsle man nicht so schnell – und nun tue ich es wohl doch… Ein Blogeintrag bei Free Mac Software hat mich mal wieder zu Smultron geführt. Und nach wenigen Minuten war klar. Jetzt hat der Editor alles, was ich brauche…

Smultron Icon

Das wichtigste zuerst: in seiner aktuellen Version 3.5 läuft Smultron nur unter OS X 10.5, profitiert dafür aber z.B. von der Quicklook-Funktion. Mit der grundlegenden Überarbeitung des Interfaces ist der aktuelle Smultron nicht nur schicker als sein Vorgänger – es ist auch wesentlich eleganter als Textwrangler.

Smultron 3.5 Screen

Interessant: der direkte Vergleich mit Smultron 2.1.5:

Smultron 2.1.5 Screen

Sonst gilt grundsätzlich das im zitierten Beitrag gesagte. Die dort aufgeführten Nachteile sind größtenteils behoben, ich vermisse jetzt nur noch die Diff-Funktion und Code-Faltung. Dafür wartet Smultron nun mit Autocomplete für Befehle auf, hat eine sehr schöne erweiterte Suchfunktion und die bereits erwähnte Verwaltung von Codeschnipseln und Templates.

Das Handling ist insgesamt eleganter. Kurzum: ein (fast) perfekter Freeware-Editor.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Download: Smultron 3.5
Lizenz: Freeware (Spenden gern gesehen)

Spaces oder Isolator – Wege durch den Fenster-Dschungel

Zwei Ansätze kenne ich, im alltäglichen Wildwuchs der geöffneten Fenster den Durchblick zu behalten. Der eine, nämlich das Einrichten mehrerer, so genannter virtueller Desktops, ist mit der Systemerweiterung Spaces seit Leopard im Betriebssystem integriert. Ein Prinzip, das unsere Linux-Freunde schon lange kennen: der Desktop wird durch mehrere hintereinander (oder nebeneinander) liegende, weitere Desktops vergrößert.

Wenn man dann in „Spaces“ die Zuordnung seiner Programme zu bestimmten Spaces festlegt, kann man eine schöne Logik herstellen: da liegt dann der HTML-Editor und der FTP-Client auf einem Desktop, die Office-Anwendungen auf einem anderen, usw… Wer mit Apfel+Tab von einem Programm zum nächsten wechselt, bekommt immer die dazu passenden Programme aktiviert und der Übergang von einem Space zum nächsten wird schick animiert. (Eine lebendige Diskussion, wie man sich Spaces optimal einrichtet, hat sich bei apfelquak entwickelt)

Andere Programme verfolgen den Weg, alle überflüssigen Fenster auszublenden. Dies soll der Konzentration auf eine Anwendung dienen.

Von den verschiedenen Kandidaten gefällt mir Isolator am besten. Es integriert sich mit einem Icon in der Menüzeile und steht mit einem systemweiten Tastaturbefehl (Apfel-Shift-I) jederzeit zur Verfügung.

Dabei habe ich mir Isolator nicht mit der Standard-Schwarzmaske eingerichtet, sondern das gleiche Blau wie bei meinen Standard-Desktophintergrund verwendet. Der Effekt ist verblüffend: nicht nur alle störenden Fenster verschwinden, sondern scheinbar auch der gesamte Inhalt des Desktops (natürlich auch über zwei Monitore hinweg), ohne dass dabei alles in nächtlicher Schwärze versinkt. Sehr angenehm.

Systemvoraussetzungen: Spaces: OS X 10.5, Isolator: OS X 10.4
Download: (Spaces ist Bestandteil von OS X 10.5), Isolator 3.0
Lizenz: Isolator: Donationware

Eine Alternative zu Spaces für Tiger-User ist VirtueDesktops.