Archiv der Kategorie: Freeware

Dropbox – nahtlos integrierter Online-Speicherplatz

Zwei Gigabyte kostenloser Online-Speicherplatz, die man als ganz normalen Ordner über den Finder erschließt. Das ist Dropbox.

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Nachdem dem Starten der Freeware und einer Registrierung beim gleichnamigen Online-Dienst steht einem außer einem neuen Menüleisten-Eintrag ein Ordner „Dropbox“ mit einigen Unterordnern zur Verfügung.

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Es funktioniert ganz simpel. Sämtliche Inhalte, Unterordner und Dateien dieses Verzeichnisses werden – sobald eine Internetverbindung betseht – mit Ihrem Online-Pendant auf dem Dropbox-Server synchronisiert.

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Und dies funktioniert mit jedem Rechner, auf dem die Software installiert und der für diesen Dropbox-Account freigeschaltet ist. Egal ob Mac, Windows oder Linux: auf diesemWeg kann man Daten auf mehreren Rechnern synchron halten.

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Sollte keiner der freigeschalteten Rechner verfügbar sein, kann man auch über ein Browser-Interface auf die Daten zugreifen. Über die Freigabe von Ordnern für andere Dropbox-User kann man simpel eine Online-Zusammenarbeit etablieren. Dabei werden geänderte Dateien versioniert, und man kann jederzeit alte Stände aufrufen oder gar gelöschte Dateien wieder herstellen. Darüberhinaus ist es auch möglich, Dateien komplett öffentlich zu stellen.

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Alle Funktionen werden in einem Screencast präsentiert und das Dropbox-Wiki verrät noch einige Tricks und weitere Nutzungsmöglichkeiten. Sehr praktisch, wenn man bestimmte Daten auf mehreren Geräten benötigt. (Ok, meine Steuererklärung oder Liebesbriefe ;) würde ich einem Online-Dienst nicht unbedingt anvertrauen…)

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: Dropbox for Mac
Lizenz: Freeware

Liebe Leser ! Bitte versucht gar nicht erst, eure Werbelinks für zusätzlichen Dropbox-Speicherplatz in den Kommentaren zu platzieren. Ich tu es nicht, also tut es bitte auch nicht. Werbe-Kommentare werde ich einfach löschen.

Teamviewer – Fernwartung und Präsentation ganz einfach

Der Zugriff auf ferne Rechner – womöglich mit anderen Betriebssystemen – durch Firewalls und Proxies kann eine technische Herausforderung sein. Mit Teamviewer gelingt diese Aufgabe kinderleicht.

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Einzige Voraussetzung ist, dass auf beiden zu verbindenden Rechnern die Software installiert und in Betrieb ist. Durch den Austausch einer Verbindungs-ID und eines Kennworts (z.B. per Mail oder Telefon) wird eine Verbindung hergestellt und nach wenigen Sekunden hat man einen Blick auf den Desktop des Gegenübers.

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Der Windows-Desktop im OS-X-Fenster

Dabei kann man zwischen verschiedenen Verbindungstypen – Fernwartung, Präsentation, Datenübertragung – wählen. Je nach vorhandener Verbindungsqualität kann man die Darstellungsqualität selbst einstellen oder automatisch einstellen lassen. Raffiniert: mit dem Befehl „Richtungswechsel“ kann – während der Session – der Blick vom Fremdrechner auf den eigenen Rechner gewährt werden.

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Nach dem Richtungswechsel: der Blick vom Windows-PC auf den OS X-Desktop

Ein Dateiübertragungsmodul, das einem FTP-Client ähnelt, rundet den Leistungsumfang ab. Die kostenpflichtigen Business- und Serverversionen des Programms bieten noch einige Features mehr.

Das Programm ist nur für die Privatnutzung kostenlos, aber wenn es darum geht, dem Schwiegervater kurz aus der Windows-Klemme zu helfen, eine wunderbare Erleichterung. ;)

Systemvoraussetzung: OSX 10.4 (Windows ab 98)
Download: Teamviewer 3.6.554 für Mac OS X
Lizenz: Für Privatanwender kostenlos, Business-Lizenzen ab 169,- €

MarcoPolo – richtige Einstellungen in jeder Umgebung

Nicht mehr ganz neu, diese Programm – aber MarcoPolo gehört zu diesen kleinen sympathischen Hilfsprogrammen, die sich unauffällig im Hintergrund aufhalten und das tägliche Arbeiten am (mobilen) Mac noch angenehmer machen. Deshalb sei es hier kurz vorgestellt.

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Das Funktionsprinzip ist einfach erklärt: aus verschiedenen, detailliert einstellbaren Messparametern ermittelt MarcoPolo anhand vorzugebender Regeln, in welcher Umgebung der mobile Mac gerade betrieben wird. Zu diesen „Evidenzquellen“ gehören z.B. die IP-Adresse im Netzwerk, der angeschlossene Monitortyp oder die SSID des WLANs. Wird in der Summe ein festgelegter Schwellenwert überschritten, tritt das Programm in Aktion und nimmt Systemeinstellungen und  andere Aktionen vor, die in dieser Umgebung gewünscht sind.

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Für mich bedeutet dies konkret, dass beim Betreten der Umgebung „Work“, alle erforderlichen Netzwerk-Volumes gemounted werden, der Arbeitsgruppen-Drucker als Standarddrucker eingestellt wird, Bluetooth und die Tonsausgabe ausgeschaltet werden und der Bildschirmschoner mit einem Passwort versehen wird. Genial.

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Für den Fall, dass keine Evidenzquellen verfügbar sind, kann man eine Default-Umgebung definieren – womit man z.B. regeln kann, das unterwegs alle Einstellungen auf maximale Sicherheit vorgenommen werden.

Das Programm kann in der Menüleiste verankert werden und über jegliche Aktion mittels „Growl“ informieren.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Donwload: MarcoPolo 2.5
Lizenz: OpenSource , GNU GPL, Donationware

Picasa – Googles mächtiger Fotomanager nun auch für OS X

Die Veröffentlichung von Googles Foto-Verwaltung Picasa für OS X hat ja bereits für ein ordentliches Rauschen in der Blogosphäre gesorgt. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, mich mit dem Programm vertraut zu machen. Und mein bisheriges Urteil ist zwiespältig.

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Mit iPhoto habe ich ja schon vor einiger Zeit abgeschlossen, so dass der Weg für eine neue Bilderverwaltung eigentlich frei wäre. Doch schon beim Start fällt störend auf: das Interface ist überhaupt nicht Mac-like, es wirkt eher wie eine Browser-Anwendung. Die grundsätzliche Anordnung der Elemente ist aber ähnlich wie bei iPhoto. Positiv: die Ordnerstruktur der Festplatte kann als Ordnungsprinzip beibehalten werden, Picasa kopiert und verschiebt nichts. Zusätzlich kann man in der Datenbank über die Ordnergrenzen hinweg so genannte „Alben“ anlegen.

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Beim ersten Start sucht das Programm (so man es zulässt) nach allen Bilddateien auf dem Rechner, was erstmal zu einer erheblichen Systemlast führt. Über den Folder Manager kann man allerdings sehr detailliert einstellen, welche Bilder überhaupt in die Datenbank aufgenommen werden sollen, so dass man den Datenwust auch nachträglich gut bereinigen kann.

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Leider werden Veränderungen an Unterordnern bei mir nicht zuverlässig erkannt, so dass ich den ein oder anderen Unterordner nochmals separat zur Überwachung hinzufügen musste. Dann aber bekommt man eine sehr schöne Thumbnail-Übersicht, die sich gut browsen lässt. Die Feature-Vielfalt allein in der Bildpräsentation ist schon riesig. Da kann man nach Fotos mit Gesichtern filtern (!), Diashows starten, Diashows als Filme generieren, Collagen, Wallpapers und Posters  in den unterschiedlichsten Ausprägungen generieren… Das Tagging ermöglicht zusätzliche Such- und Filtermöglichkeiten, wobei die Tags vorbildlich sowohl in die bildeigenen IPTC-Daten als auch in die systemeigenen Spotlight-Kommentare eingetragen werden. (Feature-Übersicht im Video)

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In der Bildbearbeitung bietet Picasa ebenfalls ein riesiges Angebot an Funktionen. Von der (recht guten) automatischen Rotaugenkorrektur über diverse Bildeffekte bis hin zur vollautomatischen Bildoptimierung  – in Google-Sprech die „I’m Feeling Lucky“-Funktion genannt. Sämtliche Änderungen werden übrigens vorerst nur in der Datebank vorgenommen und können jederzeit rückgängig gemacht werden. Erst beim ausdrücklichen Speichern wird man gefragt, ob ein Backup des Originals gemacht werden soll.

Die Anbindung an Googles Webdienst Picasa Web Albums ist natürlich integriert, eine Anbindung von Flickr wird es naturgemäß leider nicht geben. Aktuell fehlt in der Mac-Version auch noch die Möglichkeit zum Geotagging via GoogleEarth, aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit.

Fazit: ganz perfekt ist Picasa nicht, aber wegen seines intelligenten Umgangs mit Originalmaterial und vorhandenen Ablage- und Ordnungssystemen weit sympathischer als iPhoto. Ein Umstieg von meiner Finder-basierten Bildverwaltung ist möglich aber nicht zwingend und vor allem: nicht unumkehrbar. Also teste ich mal weiter…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4.9
Download: Picasa 3.0.1.321
Lizenz: Freeware

EasyEclipse for PHP – vorkonfigurierte Entwicklungsumgebung

Eigentlich bin ich auf Umwegen zu EasyEclipse gekommen. Die Suche nach einem CVS– und SVN-Client für OS X hat keine befriedigenden Ergebnisse gebracht. Eine Testinstallation der OpenSource-Entwicklungsumgebung Eclipse hat mich spätestens bei der Integration der erforderlichen Plug-Ins für die Webentwicklung in Verwirrung gestürzt. Da kam EasyEclipse for PHP gerade recht.

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Das EasyEclipse-Projekt bietet vorkonfigurierte Installation der mächtigen, javabasierten Umgebung für verschiedene Entwicklungsaufgaben an: Java, Ruby und Rails, PHP, LAMP und C++ gehören dazu. Die Pakete beinhalten jeweils die erforderlichen Plug-Ins, so dass man sich nach der Installation sofort mit einer vollständigen Entwicklungsumgebung in die Arbeit stürzen kann. Die Möglichkeit, mit weiteren Plug-Ins den Funktionsumfang zu erweitern, besteht aber weiterhin.

EasyEclipse for PHP bietet einen riesigen Funktionsumfang an, der hier nur angedeutet werden kann. Neben Editoren, Test- und Debug-Tools für Java und PHP bietet es die für mich wichtigen Editoren für  HTML, CSS, Javascript und XML sowie Clients für den Zugriff auf CVS- und SVN-Repositories.

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Allein das Fenster für die Programm-Voreinstellungen deutet an, welch komplexes Software-Paket hier läuft. Glücklicherweise muss man hier kaum eingreifen.

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Für die kleine Quelltextbearbeitung zwischendurch greife ich weiterhin lieber zu Textwrangler oder Smultron, wenn es aber darum geht, im Projektteam unter Versionskontrolle zu arbeiten, ist EasyEclipse for PHP wirklich eine gute Wahl.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.3, Java 5
Download: EasyEclipse for PHP 1.2.2.2 für OS X
Lizenz: OpenSource