Archiv der Kategorie: Finder

ClipMenu – Zwischenablage deluxe

Seit langem habe ich meine Zwischenablage durch das praktische Jumpcut erweitert. Mit ClipMenu von Naotaka Morimoto habe ich nun allerdings seit einiger Zeit eine Clipboard-Erweiterung im Einsatz, die einiges mehr bietet.

clipmenu-icon

Das Prinzip ist ähnlich simpel wie bei Jumpcut: durch eine zusätzliche Tastenkombination – z.B. „Ctrl + Apfel + V“ kann ich nicht nur den letzten kopierten Inhalt einfügen, sondern aus der Clipboard-Historie auswählen. Bei ClipMenu funktioniert das via PopUp-Menü, aus dem ich mittels Tastendruck oder Mauseinsatz den gewünschten Eintrag wähle. Alternativen Zugriff bietet ein Menüleisten-Symbol.

ClipMenu

ClipMenu verwaltet dabei nicht nur reinen Text, sondern auch andere Inhaltstypen. Bilder werden dabei sogar als Thumbnails im Menü angezeigt. Dies alles ist konfigurierbar.

clipmenu-Type

Das ist aber noch nicht alles: eine integrierte, gut konfigurierbare Verwaltung von Text-Snippets erspart einem eventuell ein zusätzliches Snippet-Programm.

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Und ein besonderes Feature ist die Möglichkeit, „Aktionen“ zu hinterlegen, die vor dem Einfügen des ausgewählten Eintrags ausgeführt werden können. So kann man z.B. Texte vorher umformatieren. Neue Aktionen können vom Benutzer u.a. in Javascript geschrieben werden.

ClipMenu ist eine Anwendung ganz nach meinem Geschmack: unaufdringlich im Hintergrund werkelnd, aber mit dem Potential, die Produktivität gewaltig zu steigern.

Systemvoraussetzungen: OSX 10.5
Download: ClipMenu 0.3.4
Lizenz: Freeware

FinderPop – der Finder im Kontextmenü

Irgendwann muss ich mir das Kontrollfeld FinderPop installiert und dann vergessen haben. Erst neulich an einem fremden Mac fiel mir auf, dass dort viele Kontextmenü-Funktionen fehlten, die ich schon längst ins tägliche Arbeiten integriert hatte.

finderpop-icon

FinderPop bietet nämlich ein paar äußerst hilfreiche Erweiterungen für Freunde der rechten Maustaste. So kann man z.B. im Finder bei Rechtsklick auf den Desktop, eine Datei oder die Menüzeile zusätzliche Menüeinträge finden mit so genannten „Finder Pop Items“. Dies ist ein Ordner, in dem man z.B. Aliasse häufig benutzter Dateien oder Ordner ablegen kann.

finderpop

Das interessante daran: wenn man bei Rechtsklick auf eine Datei dieses Menü öffnet, dann durch die aufspringende Ordnerstruktur navigiert und die Maustaste am Zielordner loslässt, springt folgender Dialog auf:

finderpop-dialog

Dies ist nur eine von vielen praktischen Funktionen. Weitere findet man in den vielfältigen Einstellungen. Eine fortgeschrittene Nutzungsart ist z.B., Shell-Skripte in ein FinderPop-Verzeichnis zu legen, die dann auf die ausgewählte Datei angewendet werden können.

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Sehr sympathisch ist auch das Lizenzmodell: FinderPop ist „Pintware“. So äußert Autor Turly O’Connor seinen Wunsch, ihm für die an sich kostenlose Software eine Spende für zwei Pint Stout auszugeben…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4 (Universal Binary)
Download: FinderPop 2.2
Lizenz: „Pintware“, Freeware

Springy – Komprimieren Deluxe

Eins vorweg: das vorgestellte Programm ist Shareware. Dennoch verdient es hier eine Vorstellung, da es auch in der kostenlosen Demo viele praktische Funktionen bietet.

Springy von Dragan Milić ist ein Komprimierungsprogramm, das genau die Funktionen bietet, die man sich vom finder-internen Zipper wünschen würde – und noch einige mehr…

In einem Finder-ähnlichen Fenster kann man ZIP-Dateien öffnen, ohne sie zu extrahieren, kann auf diesem Weg einzelne Dateien des Archivs löschen oder extrahieren, oder auch weitere Dateien hinzufügen. Irgendwie intelligenter als bei jeder Änderung nochmal das gesamte Archiv zu erzeugen.

Dabei ist man allerdings nicht auf das ZIP-Format beschränkt, sondern kann auch TAR-Archive, ISO- oder DMG-Images erstellen und in verschiedenen ZIP-Formaten komprimieren: GZIP, BZIP2 oder UNIX Compress stehen u.a. auch zur Verfügung.

Das ganze Funktionsspektrum wird auch als Kontextmenü für den Finder angeboten.

Weitere Features sind:

  • Aufsplitten eines ZIP-Archivs in mehrere Volumes
  • Verschlüsselung und Passwortschutz für Images oder Archiven nach unterschiedlichsten Verschlüsselungsmethoden (PK Zip 2.0, AES-128 bis AES-256)
  • Festlegung verschiedener Filesysteme für ISO-Images
  • Modifizieren von  Archiven und Images
  • Einstellung, ob typische Mac-Dateien (wie DS-Store) erhalten bleiben sollen
  • und, und, und…

Kurzum: ein mächtiges Tool, das naturgemäß nicht mehr ganz so intuitiv wie die minimale, finder-integrierte ZIP-Funktion ist, aber für Ihre 18 $ Shareware-Lizenz viele praktische Funktionen – auch für den Datenaustausch mit PC-Benutzern – mitbringt. (Die kostenlose Version ist auf 50 MB bzw. 500 Files beschränkt und verzichtet z.B. auf die Funktion, mittels Kontextmenü in ZIP-Dateien zu browsen)

Systemvoraussetzung: OSX 10.3 (PPC) oder 10.4.4 (Intel)
Lizenz: Shareware 18 $
Download: Springy 1.3.2

Punakea – Tagging für den Finder

punakea-icon.png

Wer sich nach ein paar Jahren „Web 2.0“ an das Taggen gewöhnt hat, ob beim Bloggen oder beim Bookmarken – der wünscht sich dieses ebenso intuitive wie effektive Ordnungssystem auch auf seinem Desktop.

Vor einigen Monaten bin ich auf Punakea gestoßen – eine Tagging-Software, die damals in der Version 0.2 sehr vielversprechend aussah aber leider etwas unstabil lief. Jetzt habe ich sie (in der Version 0.3.2) bei der Suche nach einer Lösung für mein iPhoto-Bilder-Dilemma wiederentdeckt, und was soll ich sagen: ich bin begeistert!

Mit Punakea taggt man sämtliche Dateien, seien es nun Bilder, Programme oder Bookmark-Files ganz simpel mittels Drag & Drop. Dazu stellt es eine kleine Schublade am Bildschirm-Rand zur Verfügung. Die dabei vergebenen Tags werden in das Feld „Spotlight-Kommentar“ der Datei-Info geschrieben und stehen somit nicht nur für Punakea zur Auswertung zur Verfügung, sondern auch für die Spotlight-Suche.

Für mein Bilder-Problem heißt das: ich ziehe per Drag & Drop die Bilder aus einem Betrachter wie z.B. Phoenix Slides in die Tagging-Bar und habe ruckzuck ein wunderbar flexibles und völlig ordner-unabhängiges Ordnungssystem, das ich auf unterschiedlichen Wegen erschließen kann. Besonders elegant: wenn ich ein Tag aus Punakea in ein Finderfenster ziehe, wird dort ein „intelligenter Ordner“ erzeugt, der sämtliche Dateien zu diesem Tag anzeigt.

Dies ist alles so elegant und systemnah gelöst, dass Punakea die Aufnahme in meine „Top 10“ schafft. Und stabil ist es jetzt auch. Man fragt sich nur, was bis zur Version 1.0 eigentlich noch alles geschehen soll…
Systemvoraussetzungen:  10.4.0 (Universal Binary)
Download: Punakea 0.3.2
Lizenz: Freeware (Spenden dennoch gern gesehen)

Kostenlose Bilderverwaltung ohne iPhoto

Jetzt ist auch bei mir das eingetreten, was viele iPhoto-Nutzer beklagen. Mit ca. 5.000 hochauflösenden Bildern ist die OSX-eigene Bilddatenbank schlicht überfordert.

Trotz der Verteilung meiner Bilder auf verschiedene Libraries mittels iPhoto Buddy (Review) und aller Versuche, die Datenbank neu aufzubauen, wuchs meine zentrale Library-Datei – warum auch immer – auf über 130 MB an. Was das Arbeiten mit iPhoto (bei mir inVersion 5.0.4) unmöglich macht.

Das ohnehin schon länger schwelende Unbehagen darüber, dass iPhoto die Bilddateien in x Unterverzeichnisse verteilt und bei jeder noch so banalen Änderung (wie z.B. einer verlustfreien 90°-Drehung) eine Kopie des Bildes speichert, war ein weiterer Grund, nach einer schlaueren – und natürlich kostenlosen Lösung zu suchen.

Die Verwaltung der Dateien kann ich getrost dem Finder überlassen. Ein Set für mich passender Verzeichnisse war schnell erstellt. Die Suche erfolgt jetzt ganz pragmatisch mittels Spotlight. (Mit „intelligenten Ordnern“ kann ich sogar die intelligenten Alben aus iPhoto simulieren)

Um jedes Bild eindeutig identifizieren zu können – damit in eine flache Ordnerstruktur einordnen zu können – und außerdem suchbar zu machen, benötige ich möglichst sprechende und eindeutige Dateinamen.

Hier hilft mir das Kontextmenü-Plugin PhotoToolCM. Mit ihm habe ich unter anderem die Funktion, stapelweise Bilder mit einem Namen zu versehen, der aus den EXIF-Daten erzeugt wird.

So wird ruckzuck aus „DSC0001.jpg“ eine Datei namens „2007-09-12_16-12-30_001.jpg“. Eindeutig, aber nicht schön.

Mit Renamer4Mac (Review) gehe ich hier nochmals dran und ergänze den Namen um den „Titel“ des „Films“, und schon gibt es einen eindeutigen Namen wie „2007-09-12_16-12-30_001-Urlaub-Italien.jpg“.

Zum schnellen Durchbrowsen oder für eine Diashow meiner nun straff organisierten Bilder nutze ich Phoenix Slides (Review) oder auch das Schwesterprodukt von PhotoToolCM, nämlich QuickImageCM. Die kommen beide – anders als iPhoto – ohne das Ressourcen fressende Anlegen von Thumbnails aus.

Zwei Stunden Arbeit haben mir nicht nur das gute Gefühl gegeben, meine Bilder wieder unter Kontrolle zu haben, sondern auch gleich 4 Gig Plattenplatz freigemacht.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.2
Download: QuickImageCM 2.4
Download: PhotoToolCM 2.0
Lizenz: Freeware (Spende möglich)

Bei diesem Beitrag bin ich übrigens ganz besonders gespannt auf hilfreiche Kommentare von „Leidensgenossen“, die vielleicht einen anderen Weg gefunden haben. Wie kann man z.B. einfach und dauerhaft die Bilder „taggen“, um weitere Suchkriterien zu hinterlegen?