Archiv der Kategorie: Extensions

AutoPairs – automatisch einklammern

Programmierer werden es von manchem Texteditor kennen: bei der Eingabe von Klammerausdrücken wird bei Eingabe einer Klammer automatisch die schließende Klammer ergänzt und der Cursor dazwischen platziert. Genau diese Funktion bietet AutoPairs von James W. Walker systemweit an.

Und zwar nicht nur für (), sondern auch für alle Satzzeichen, die normalerweise als Paar auftreten, also auch {}, [], „“, <> etc. Sehr praktisch. Nicht nur, dass man ein paar Tastenklicks spart, auch wird nie mehr eine schließende Klammer vergessen. Wer z.B. in Excel per Hand komplexe Formeln eingibt, weiß dieses sicher zu schätzen.

Damit dies funktioniert, muss allerdings im Kontrollfeld „Bedienungshilfen“ die Option „Zugriff für Hilfsgeräte aktivieren“ ausgewählt sein.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4 (ältere Versionen für 10.3 und OS Classic vorhanden)
Download: AutoPairs 3.0.1
Lizenz: Freeware

NuFile – Neue Dateien mittels Kontextmenü

Lernen von Windows: die Funktion „neue Datei hier erstellen“, die einem im Windows-Explorer im Kontextmenü zur Verfügung steht, ist durchaus praktisch. Mit dem Plugin NuFile beherrscht dies der OS X-Finder auch – und noch mehr. Oder wie es der Entwickler sagt: „An empty file with two clicks“.

Installiert wird NuFile als Kontrollfeld und schon steht einem im Kontextmenü die neue Funktion zur Verfügung. Dabei kann man beliebig viele Dateitypen vorgeben, für jeden Dateityp eine Vorlage definieren, festlegen, wie die neue Datei benannt werden soll und ob sie sofort im zugeordneten Programm geöffnet werden soll.

Das ist dann doch einiges mehr als das Windows-Vorbild bietet – und ich bin gespannt, ob sich dieses neue Feature in meine Arbeitsweise einschleicht…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.3
Download: NuFile 2.0
Lizenz: Donationware

GnuPG, Thunderbird und Enigmail – Mail-Verschlüsselung (fast) ganz einfach

Heute mal ein ernstes – und quasi tagesaktuelles Thema. Eigentlich wissen wir es alle besser, dennoch versenden wir häufig Dinge per Mail, die wir einer Postkarte (die bekanntlich ähnlich „geheim“ ist) nicht anvertrauen würden. Dabei ist die Mail-Verschlüsselung viel einfacher als man gemeinhin annimmt.

Mit GnuPG, Thunderbird und der Extension Enigmail habe ich mir schon vor einiger Zeit eine zuverlässige Verschlüsselung eingerichtet, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Mit einer sehr anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitung hat Zeitform den Weg geebnet, die wichtigsten Schritte hier nochmals kurz zusammengefasst:

  1. GnuPG installieren
  2. Enigmail-Extension in Thunderbird installieren
  3. Schlüsselpaar generieren
  4. Öffentlichen Schlüssel publizieren bzw. an Korrespondenzpartner übergeben
  5. Vertrauliches ab sofort signieren und verschlüsselt mailen

Die einzige Abweichung von der Zeitform-Anleitung: das Generieren eines Schlüsselpaares muss nicht unbedingt auf der Kommandozeile geschehen. Nach der Installation der Enigmail-Extension steht in Thunderbird ein weiteres Menü namens „OpenPGP“ zur Verfügung. Dort gibt es im Unterpunkt „Schlüssel verwalten“ einen Unterpunkt „Erzeugen“. Hier kann man sein Schlüsselpaar aus privatem und öffentlichem Schlüssel etwas einfacher generieren.

Nachdem dies vollbracht ist, stehen beim Versenden von Mails zwei weitere Funktionen namens „Signieren“ und „Verschlüsseln“ zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zu GnuPG hält natürlich die Wikipedia bereit. Allen, die sich mit dem Thema Verschlüsselung im allgemeinen und asymmetrischer Verschlüsselung im besonderen beschäftigen möchten, sei übrigens das ungemein spannende Buch „Geheime Botschaften“ von Simon Singh empfohlen.

Downloads: GnuPG 1.4.5, Thunderbird 1.5.0.9 , Enigmail 0.94.2
Lizenz: GPL, OpenSource

Firebug – Web-Debugging im Firefox

Bereits im April hab ich in meinem Artikel über den Firefox auf die Extension Firebug hingewiesen. Damals noch in Version 0.4 exklusiv für OS X, gibt es die Extension jetzt in Version 1.0 Beta auch für Windows und Linux – und sie ist unglaublich gut geworden!

firebug-icon.jpg

Ein Klick auf das Icon in der Firefox-Fußleiste blendet ein Fenster ein, in dem der Quellcode der aktuell im Browser befindlichen Seite inspiziert und korrigiert werden kann. Und dies funktioniert für HTML, CSS und Javascript und sogar für serverseitig nachgeladene AJAX-Elemente.

firebug-screen.jpg

Die vollständige Funktionsübersicht – und es sind derer viele – finden sich auf der Entwickler-Website. Einen Screencast für den Einstieg hat Jesse Newland erstellt (gefunden beim Screencasting Weblog) .

Systemvoraussetzungen: 10.4, Firefox
Download: Firebug 1.0 beta
Lizenz: Freeware, OpenSource (Spenden erwünscht)

Growl – Nachrichtenzentrale im Hintergrund

Für die Anhänger der „Anti-Ablenkungs-Bewegung“ (Beispiele gibt’s hier und hier) ist diese Software sicher ein Gräuel. Growl überwacht im Hintergrund viele Programme und Systemfunktionen und blendet (mehr oder weniger) diskret kleine Infofenster ein.
Growl Icon

Growl wird von mehr als 100 Programmen mit Informationen versorgt. Dies funktioniert so: nachdem man Growl als Kontrollfeld installiert hat, registriert sich jedes growl-fähige Programm beim ersten Start automatisch bei Growl.

Growl Beispiele

Im Growl-Kontrollfeld kann man dann je nach Programm einstellen, welche Meldung wie dargestellt werden soll.

Growl Einstellungen

Von den in diesem Blog vorgestellten Programmen sind growl-fähig:

Zusätzliche Hilfsprogramme wie HardwareGrowler und GrowlTunes liefern Informationen über Netzwerk-, USB-, Bluetooth- und sonstige Verbindungen oder über den aktuellen Titel in iTunes. Weitere Schnittstellen kann man mittels AppleScript oder über das Terminal (via growlnotify) herstellen.

Info und Download: Growl 0.7.4
Lizenz: Donationware