RightZoom – Konsistentes Fenster-Maximieren

Wenn es eines gibt, was mich seit jeher am OS X Interface ärgert, dann ist es das inkonsistente Verhalten des „Maximieren“-Buttons in Programm-Fenstern. Während bei Windows der Klick auf den entsprechenden Button immer zum Ausfüllen des gesamten Monitors führt, ist das bei OS X-Programmen ganz unterschiedlich. Der kleine grüne Knopf führt je nach Programm zu unterschiedlichen Ergebnissen:

  • Apple Mail breitet sich über den gesamten Monitor aus
  • Safari- und Finder-Fenster nehmen irgendeine „optimale“ Größe an
  • iTunes schaltet auf den Mini-Player um
Bei Switchingtomac.com bin ich auf das kleine Hilfsprogramm RightZoom gestoßen, das genau dieses Dilemma behebt.
Nach dem Start arbeitet das Programm im Hintergrund und erreicht genau das, was man erwartet: sämtliche Fenster aller Programme, die man dafür freigeschaltet hat verhalten sich windows-like. Ein Klick auf den Maximieren-Button: das Fenster geht in den Vollbild-Modus, neuerlich Klick: das Fenster geht in den Ursprungszustand zurück.
Das Konfigurationsfenster von RightZoom öffnet man, indem man das Programm bei gedrückter Apfel-Taste doppelklickt.
Bei iTunes 9 gab es dieses Verhalten kurzzeitig – ich dachte schon, man hätte es eingesehen, dass der Aufruf des Miniplayers über diesen Button unlogisch ist – aber mit 9.0.1 war der alte Zustand leider wieder hergestellt. Einen weiteren Artikel über RightZoom mit einigen Tipps gibt es übrigens bei Brighthub.
Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Lizenz: Freeware

Geschrieben via email auf freewareosx @ posterous

Update 17.04.2010: Seit dem Update auf 9.1 gibt es bei iTunes Inkompatibilitäten mit einigen Programmen, darunter auch RightZoom. Bis zur Lösung dieses Problem muss ich von einer gleichzeitigen Verwendung von iTunes und RightZoom abraten. Alternativ kann man iTunes auch in die Ausnahmeliste bei RightZoom aufnehmen.

Update 29.04.2010: Mit dem Update auf iTunes 9.1.1 wurde dieses Problem behoben

18 thoughts on “RightZoom – Konsistentes Fenster-Maximieren”

  1. Allerdings sollte man auch wissen, dass der Default-Hotkey Cmd E ist, weswegen bei aktivem RightZoom das Auswerfen von Volumes nicht mehr via Tastatur-Shortcut funktioniert. Besser in RightZoom eine andere Belegung definieren.

  2. Hallo,
    für das Problem bei iTunes gibt es z.B. das Tool „Secrets“. Im Bereich iTunes kann bei „Zoom buttons zoom window instead of mini player“ dann ein Häckchen machen.

    Alex

  3. Weil ich es gerade sehe, vielleicht noch eine Anmerkung zu den Uhrzeiten der Kommentare: Ich glaube da fehlt entweder das am/pm oder halt die deutsche Zeit-Formatierung anzeigen.

  4. Tja, nur dass «windows-like» exakt das Hinterletzte ist, was man auf annähernd zeitegnössischen Desktop-Bildschirmen (≥20″) für die allermeisten Programme haben will. Ein Textfenster von 24″-Bildschirmbreite (entsprechend 200 oder 250 oder noch mehr Zeichen) ist im Texteditor oder Terminal schlicht Blödsinn; und für’n Browser ist das Hochformat auch besser als quer.

    Was iTunes angeht, ist das klassiche Zoomer-Verhalten doch einleuchtend wie nix: Miniplayer maximieren gibt großes Verzeichnisfenster, nochmal zoomen wieder Miniplayer. Was soll ich denn (auch) da mit einem Riesenfenster, das links meine eingestellten Spalten und rechts nur Leere zeigt?

    Usw. usf. für praktisch alle Programme, die ich kenne und die das «korrekte» Verhalten zeigen; das ist so unbrauchbar wie nur was und führt nur dazu, dass ich das Fenster gleich wieder kleiner ziehe.

  5. Vielen, vielen Dank für den Hinweis auf dieses Tool!!! Eines der sehr wenigen Dinge, die mir am Mac fehlen (Seit 2 Monaten begeisterter Mac Usser)

  6. Lässt man sich -entsprechende Monitore wie 24″ vorausgesetzt – auf das UI ein, dann braucht man kein „Maximieren“ mehr.

    Tatsache ist, dass ich jeden Tag sowohl Windows und Mac nutzen muss/will: Unter Windows (XP, 21″) muss ich zwangsläufig maximieren und minimieren, beim Mac schupse ich nur Fenster hin und her. Anderes Feeling, anderes UI, andere Logik.

    Ich will nicht den Sinn des Programmes anzweifeln, aber die ultimative Notwendigkeit besteht bei vielen wohl nur aus der Windows-belasteten-Vorgeschichte :)

  7. Ich arbeite an einem MacBook (1280 x 800) und bin es leid, jedesmal das letzte Pixelchen Arbeitsfläche rauszukitzeln. Da kommt mir das Fullscreen-Verhalten sehr entgegen.

    Tatsächlich hat es wenig Sinn ein Browser-Fenster auf 1920 Pixel aufzuziehen, aber z.B. bei Bilddatenbanken, Musikeditoren, Mindmappern, Projektplanungsprogrammen, Kalendern etc. könnte ich mir gut vorstellen auch riesige Monitore Fullscreen zu nutzen.

  8. Auf diese Idee kommt man wohl nur, wenn man das Windows Verhalten gewohnt ist.

    Mich nervt bei Windows, dass die Programme immer gleich den gesamten Bildschirm einnehmen.

  9. Kann „Amada“ da nur zustimmen. Bin zwar erst seit Juli 09 dabei, aber „Vollbild“ brauch ich nicht mehr. Sitze zur Zeit notgedrungen häufiger am PC meines Mannes und bin nur dabei, alle möglichen Fenster wieder klein zu machen um mehr Überblick zu haben.

    Was ich auch nicht so schön finde, ist dieses unterschiedliche Verhalten des Buttons. Aber einen, der mir alle Programme über den ganzen Bildschirm zieht, brauch ich nicht mehr. ;)

  10. …zu itunes: mit alt+klick bekommt man das Fenster auf den Bildschirm maximiert.

    …bei den restlichen Programmen macht es überhaupt kein Sinn, ein Fenster auf den Desktop über die maximal sinnige Größe aufzublähen. Die, die entsprechend viele Daten sichtbar machen können, machen das auch. Der Rest halt nicht.

    Zum optimalen Handling mit den Fenstern nutze ich seit ewigen Zeiten SizeUp. Mit Hotkeys kann ich die Fenster entsprechend manipulieren und so fix z.B. zwei Finderfenster direkt füllend nebeneinander legen. Das macht IHMO noch Sinn. Gerade beim xcoden ist es sehr angenehm, ein paar Fenster nebeneinader koordiniert hinzulegen. Für den Rest reichen die Boardmittel. (SizeUp kann auch maximieren, nutze ich aber fast nie)

  11. Bei einigen Kommentatoren sehe ich den Allgemeinplatz vom engstirnigen und arroganten Mac-User („So wie ist, ist es toll – schließlich ist OS X das tollste OS der Welt!“) mal wieder bestätigt. An alle, die hier meinen, dass Vollbildbetrieb grundsätzlich das „das Hinterletzte“, „schlicht Blödsinn“ oder nur was für Windows-Hinterwäldler ist:

    Freunde, das ist Geschmackssache, und es gibt durchaus konsistente User-Interface-Konzepte mit generellem Vollbildbetrieb, in denen das RightZoom-Verhalten des grünen Buttons zweckmäßig ist! Meine Wenigkeit z.B. hat die meisten Fenster im Vollbild und schaltet mit dem hervorragenden alternativen Fensterwechler Witch (manytricks.com/witch) rasend schnell durch die verschiedenen Arbeitsbildschirme. Haupteffekt: Ich kann mich sehr gut konzentrieren und fühle mich nicht durch fröhlich überlappende Fenster abgelenkt. Netter Nebeneffekt: Das Dock konnte ich auch ins Nirvana schicken (dank Zusammenspiel von Witch mit einem alternativen Programmstarter wie Quicksilver o. Launchbar).

  12. Ein kleiner Tip für Leute, die eventuell Probleme mit dem Acrobat oder Adobe Reader (9.3.0-9.3.3, vielleicht auch frühere Versionen) haben. In meinem Fall wurde das Programm völlig unbrauchbar, weil entsetzlich langsam und mit mehrsekundiger Verzögerung, wenn man irgendeinen Befehl ausführen wollte. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es an Right Zoom liegen könnte, aber nachdem ich Adobe Reader von der Interaktion mit Right Zoom ausgeklammert hatte, funktionierte wieder alles bestens.

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