Spaces oder Isolator – Wege durch den Fenster-Dschungel

Zwei Ansätze kenne ich, im alltäglichen Wildwuchs der geöffneten Fenster den Durchblick zu behalten. Der eine, nämlich das Einrichten mehrerer, so genannter virtueller Desktops, ist mit der Systemerweiterung Spaces seit Leopard im Betriebssystem integriert. Ein Prinzip, das unsere Linux-Freunde schon lange kennen: der Desktop wird durch mehrere hintereinander (oder nebeneinander) liegende, weitere Desktops vergrößert.

Wenn man dann in „Spaces“ die Zuordnung seiner Programme zu bestimmten Spaces festlegt, kann man eine schöne Logik herstellen: da liegt dann der HTML-Editor und der FTP-Client auf einem Desktop, die Office-Anwendungen auf einem anderen, usw… Wer mit Apfel+Tab von einem Programm zum nächsten wechselt, bekommt immer die dazu passenden Programme aktiviert und der Übergang von einem Space zum nächsten wird schick animiert. (Eine lebendige Diskussion, wie man sich Spaces optimal einrichtet, hat sich bei apfelquak entwickelt)

Andere Programme verfolgen den Weg, alle überflüssigen Fenster auszublenden. Dies soll der Konzentration auf eine Anwendung dienen.

Von den verschiedenen Kandidaten gefällt mir Isolator am besten. Es integriert sich mit einem Icon in der Menüzeile und steht mit einem systemweiten Tastaturbefehl (Apfel-Shift-I) jederzeit zur Verfügung.

Dabei habe ich mir Isolator nicht mit der Standard-Schwarzmaske eingerichtet, sondern das gleiche Blau wie bei meinen Standard-Desktophintergrund verwendet. Der Effekt ist verblüffend: nicht nur alle störenden Fenster verschwinden, sondern scheinbar auch der gesamte Inhalt des Desktops (natürlich auch über zwei Monitore hinweg), ohne dass dabei alles in nächtlicher Schwärze versinkt. Sehr angenehm.

Systemvoraussetzungen: Spaces: OS X 10.5, Isolator: OS X 10.4
Download: (Spaces ist Bestandteil von OS X 10.5), Isolator 3.0
Lizenz: Isolator: Donationware

Eine Alternative zu Spaces für Tiger-User ist VirtueDesktops.

8 thoughts on “Spaces oder Isolator – Wege durch den Fenster-Dschungel”

  1. Hmm, da hast du natürlich recht. Manchmal übersieht man das naheliegendste. Ich blende allerdings auch noch den Desktop aus, und kann alle Fenster mit einem Tastenkürzel wieder einblenden, während ich bei der Alt+Apfel+H-Methode jedes Programm einzeln wieder hervorholen muss. Egal: schön, dass es soviele Möglichkeiten gibt, unser liebstes OS individuell einzurichten. ;)

  2. Das stimmt natürlich. Und ja, ich finde es auch immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich man den Mac nutzen kann.

  3. störend ist aber das bei OS X das komplette Programm auf dem jeweiligen Desktop abläuft und nicht nur das eine Fenster, welches ich dort Platziert habe (was zB bei Linux der Fall ist). So, wenn ich Safari auf einem Desktop habe und auf den Anderen noch mal ein Safarifenster gerne hätte um kurz was anzuschauen, kann ich dies nicht mit dem einfachen Klick auf den Safari-icon erledigen.

  4. Isolator hab ich noch nicht versucht, aber Think oft im Einsatz, ist sicher etwas vergleichbares. Durch die Debatte rund um Spaces bei Apfelquak bin ich erst so richtig warm geworden mit dieser Trennung der Arbeitsbereiche.

    Ich weiß nicht, ob ich sagen kann, womit ich zumindest besser fahre. Aber Spaces gefällt mir von Tag zu Tag besser.

  5. ich verwende Megazoomer ( http://osx.iusethis.com/app/megazoomer ).
    ist ein nettes kleines Plugin, dass jede Cocoa-Applikation mittels Shortcut (Apfel-Enter) in einen full-Fullscreen-Mode (also ohne Menü-Leiste und ohne Dock) schaltet

    für mich eine sehr gute, Resourcen sparende und „Platz schaffende“ Alternative zu Isolator.

  6. Kann mir evtl. jemand bie Spaces behilflich sein?
    Ich habe Spaces aktiviert und auch konfiguriert. Aber komischerweise kann ich mit dem eingegebenen Tastenkürzel in Verbindung mit den Pfeilen oder Nummern nicht zwischen den verschiedenen Spaces wechseln.
    Weiß jemand woran das liegen könnte?

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