OS X Freeware - Kostenlose Mac-Software

Entries categorized as 'Top 10'

Skitch - genial simple Bildbearbeitung

1. Mai 2008 · 10 Comments

Auf der Suche nach einer Alternative zum inzwischen kostenpflichtig gewordenen Imagewell bin ich bei Andreas und Manuela auf sehr wohlwollende Beiträge zu Skitch gestoßen. Also habe ich meine Vorbehalte, dass man sich für die Nutzung von Skitch erstmal einen Upload-Account beim zugehörigen Bild-Portal anlegen muss, überwunden und mich ans Testen des kleinen Programms gemacht.

Und ich muss sagen: wow! Ich dachte, Imagewell sei an Einfachheit nicht zu übertreffen, aber Skitch belehrt mich eines besseren. Auch wenn das Interface auf den ersten Blick etwas verspielt aussieht, der Funktionsaufbau ist derart logisch, dass man schnell alle Features erfasst hat und begierig die Tastaturbefehle lernt - wodurch das Bildbearbeiten noch flotter vonstatten geht.

Mein bevorzugter Anwendungszweck ist das Erstellen und Kommentieren von Screenshots. Dafür bietet Skitch verschiedene Modi - und die Möglichkeit zur Aufnahme von Snapshots mit der integrierten iSight. Dann geht es ganz schnell.

  • Kreise, Rechtecke, Linien, Pfeile und Farbflächen hinzufügen
  • Das Bild Skalieren und Zuschneiden (durch einfaches Ziehen am Fensterrahmen)
  • Rotieren und Spiegeln
  • Schlagschatten hinzufügen

Interessant wird es bei der Weiterverwendung der Bilder. Hier gibt es unterschiedlichste Methoden. Man kann sie

  • per Drag & Drop in jedes beliebige Programm oder den Finder ziehen
  • auf den Skitch-Server laden
  • per FTP, SFTP oder WebDAV auf beliebige Server laden
  • zu Flickr senden
  • zum .mac-Account senden
  • per Mail versenden

Dabei wird alles in einer History protokolliert, die sich - wie bei Dashboard-Widgets - auf der “Rückseite” des Programm-Fensters befindet.

Wenn man übrigens dort einen Eintrag löscht, wird man gleich gefragt, ob die entsprechende Remote-Kopie (auf dem FTP-Server, Flickr,…) gleich mit gelöscht werden soll.

Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich der Zugriff auf das Bild-Verzeichnis. Hier kann man Bilder zur Weiterverarbeitung und Versendung mit Skitch auswählen.

Kurzum: dieses Programm schleicht sich sofort in den Workflow ein. Aktuell steht es kostenlos als “Open Beta” zur Verfügung. Informationen zur zukünftigen Lizenzpolitik habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

Systemanforderungen: OS X
Download: Skitch 1.0b (nach Registrierung)
Lizenz: kostenlose “Open Beta” 

Categories: Freeware · Mac OS X · Top 10 · imaging

Punakea - Tagging für den Finder

1. Oktober 2007 · 10 Comments

punakea-icon.png

Wer sich nach ein paar Jahren “Web 2.0″ an das Taggen gewöhnt hat, ob beim Bloggen oder beim Bookmarken - der wünscht sich dieses ebenso intuitive wie effektive Ordnungssystem auch auf seinem Desktop.

Vor einigen Monaten bin ich auf Punakea gestoßen - eine Tagging-Software, die damals in der Version 0.2 sehr vielversprechend aussah aber leider etwas unstabil lief. Jetzt habe ich sie (in der Version 0.3.2) bei der Suche nach einer Lösung für mein iPhoto-Bilder-Dilemma wiederentdeckt, und was soll ich sagen: ich bin begeistert!

Mit Punakea taggt man sämtliche Dateien, seien es nun Bilder, Programme oder Bookmark-Files ganz simpel mittels Drag & Drop. Dazu stellt es eine kleine Schublade am Bildschirm-Rand zur Verfügung. Die dabei vergebenen Tags werden in das Feld “Spotlight-Kommentar” der Datei-Info geschrieben und stehen somit nicht nur für Punakea zur Auswertung zur Verfügung, sondern auch für die Spotlight-Suche.

Für mein Bilder-Problem heißt das: ich ziehe per Drag & Drop die Bilder aus einem Betrachter wie z.B. Phoenix Slides in die Tagging-Bar und habe ruckzuck ein wunderbar flexibles und völlig ordner-unabhängiges Ordnungssystem, das ich auf unterschiedlichen Wegen erschließen kann. Besonders elegant: wenn ich ein Tag aus Punakea in ein Finderfenster ziehe, wird dort ein “intelligenter Ordner” erzeugt, der sämtliche Dateien zu diesem Tag anzeigt.

Dies ist alles so elegant und systemnah gelöst, dass Punakea die Aufnahme in meine “Top 10″ schafft. Und stabil ist es jetzt auch. Man fragt sich nur, was bis zur Version 1.0 eigentlich noch alles geschehen soll…
Systemvoraussetzungen:  10.4.0 (Universal Binary)
Download: Punakea 0.3.2
Lizenz: Freeware (Spenden dennoch gern gesehen)

Categories: Finder · Mac OS X · Productivity · Top 10

iGTD revisited - auf dem Weg zur besten GTD-Software

18. März 2007 · 4 Comments

Es ist gerade eine Woche her, dass ich hier Bartek Bargiels iGTD vorgestellt habe. Entwicklung und Bugfixing gehen dort aber derart schnell voran, dass ich kurz über die neuesten Features berichten möchte:

  • Fälligkeitsdaten für Tasks
  • Inbox für noch einzusortierenden Tasks
  • Ein Quicksilver-Plugin zum Erstellen von Tasks!
  • Growl-Benachrichtigung über neue, per Quicksilver eingestellte Tasks
  • Zwei weitere Tabs für offene und abgeschlossene Aufgaben
  • viele neue und logische Tastaturbefehle und einige Bugfixes…
  • die wichtigsten Tipps, Tastaturbefehle und Quicksilver-Tricks sind nun auf der Website dokumentiert.

Besonders interessant ist sicher die Quicksilver-Integration. Im Arbeitsalltag lassen sich mit ein paar Tastaturbefehlen Aufgaben - oder auch Links zu Dokumenten oder URLs als Aufgabe - speichern. So perfekt kenne ich das von keiner anderen GTD-Applikation.

Zusammen mit den bereits vorhandenen Features und bei diesem Entwicklungstempo sehe ich hier aktuell die beste GTD-Software entstehen. Für alle, die sich mit dem Thema GTD beschäftigen, würde ich nun also eine verschärfte Download-Empfehlung aussprechen…

Aktuelle Version: iGTD 1.1.4

Categories: Freeware · GTD · Mac OS X · Productivity · Top 10

GnuPG, Thunderbird und Enigmail - Mail-Verschlüsselung (fast) ganz einfach

6. Februar 2007 · 6 Comments

Heute mal ein ernstes - und quasi tagesaktuelles Thema. Eigentlich wissen wir es alle besser, dennoch versenden wir häufig Dinge per Mail, die wir einer Postkarte (die bekanntlich ähnlich “geheim” ist) nicht anvertrauen würden. Dabei ist die Mail-Verschlüsselung viel einfacher als man gemeinhin annimmt.

Mit GnuPG, Thunderbird und der Extension Enigmail habe ich mir schon vor einiger Zeit eine zuverlässige Verschlüsselung eingerichtet, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Mit einer sehr anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitung hat Zeitform den Weg geebnet, die wichtigsten Schritte hier nochmals kurz zusammengefasst:

  1. GnuPG installieren
  2. Enigmail-Extension in Thunderbird installieren
  3. Schlüsselpaar generieren
  4. Öffentlichen Schlüssel publizieren bzw. an Korrespondenzpartner übergeben
  5. Vertrauliches ab sofort signieren und verschlüsselt mailen

Die einzige Abweichung von der Zeitform-Anleitung: das Generieren eines Schlüsselpaares muss nicht unbedingt auf der Kommandozeile geschehen. Nach der Installation der Enigmail-Extension steht in Thunderbird ein weiteres Menü namens “OpenPGP” zur Verfügung. Dort gibt es im Unterpunkt “Schlüssel verwalten” einen Unterpunkt “Erzeugen”. Hier kann man sein Schlüsselpaar aus privatem und öffentlichem Schlüssel etwas einfacher generieren.

Nachdem dies vollbracht ist, stehen beim Versenden von Mails zwei weitere Funktionen namens “Signieren” und “Verschlüsseln” zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zu GnuPG hält natürlich die Wikipedia bereit. Allen, die sich mit dem Thema Verschlüsselung im allgemeinen und asymmetrischer Verschlüsselung im besonderen beschäftigen möchten, sei übrigens das ungemein spannende Buch “Geheime Botschaften” von Simon Singh empfohlen.

Downloads: GnuPG 1.4.5, Thunderbird 1.5.0.9 , Enigmail 0.94.2
Lizenz: GPL, OpenSource

Categories: Extensions · Mac OS X · Security · Top 10

Firebug - Web-Debugging im Firefox

10. Dezember 2006 · No Comments

Bereits im April hab ich in meinem Artikel über den Firefox auf die Extension Firebug hingewiesen. Damals noch in Version 0.4 exklusiv für OS X, gibt es die Extension jetzt in Version 1.0 Beta auch für Windows und Linux - und sie ist unglaublich gut geworden!

firebug-icon.jpg

Ein Klick auf das Icon in der Firefox-Fußleiste blendet ein Fenster ein, in dem der Quellcode der aktuell im Browser befindlichen Seite inspiziert und korrigiert werden kann. Und dies funktioniert für HTML, CSS und Javascript und sogar für serverseitig nachgeladene AJAX-Elemente.

firebug-screen.jpg

Die vollständige Funktionsübersicht - und es sind derer viele - finden sich auf der Entwickler-Website. Einen Screencast für den Einstieg hat Jesse Newland erstellt (gefunden beim Screencasting Weblog) .

Systemvoraussetzungen: 10.4, Firefox
Download: Firebug 1.0 beta
Lizenz: Freeware, OpenSource (Spenden erwünscht)

Categories: Browser · Extensions · Freeware · Mac OS X · OpenSource · Top 10 · Webentwicklung