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GnuPG, Thunderbird und Enigmail - Mail-Verschlüsselung (fast) ganz einfach

6. Februar 2007 · 6 Comments

Heute mal ein ernstes - und quasi tagesaktuelles Thema. Eigentlich wissen wir es alle besser, dennoch versenden wir häufig Dinge per Mail, die wir einer Postkarte (die bekanntlich ähnlich “geheim” ist) nicht anvertrauen würden. Dabei ist die Mail-Verschlüsselung viel einfacher als man gemeinhin annimmt.

Mit GnuPG, Thunderbird und der Extension Enigmail habe ich mir schon vor einiger Zeit eine zuverlässige Verschlüsselung eingerichtet, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Mit einer sehr anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitung hat Zeitform den Weg geebnet, die wichtigsten Schritte hier nochmals kurz zusammengefasst:

  1. GnuPG installieren
  2. Enigmail-Extension in Thunderbird installieren
  3. Schlüsselpaar generieren
  4. Öffentlichen Schlüssel publizieren bzw. an Korrespondenzpartner übergeben
  5. Vertrauliches ab sofort signieren und verschlüsselt mailen

Die einzige Abweichung von der Zeitform-Anleitung: das Generieren eines Schlüsselpaares muss nicht unbedingt auf der Kommandozeile geschehen. Nach der Installation der Enigmail-Extension steht in Thunderbird ein weiteres Menü namens “OpenPGP” zur Verfügung. Dort gibt es im Unterpunkt “Schlüssel verwalten” einen Unterpunkt “Erzeugen”. Hier kann man sein Schlüsselpaar aus privatem und öffentlichem Schlüssel etwas einfacher generieren.

Nachdem dies vollbracht ist, stehen beim Versenden von Mails zwei weitere Funktionen namens “Signieren” und “Verschlüsseln” zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zu GnuPG hält natürlich die Wikipedia bereit. Allen, die sich mit dem Thema Verschlüsselung im allgemeinen und asymmetrischer Verschlüsselung im besonderen beschäftigen möchten, sei übrigens das ungemein spannende Buch “Geheime Botschaften” von Simon Singh empfohlen.

Downloads: GnuPG 1.4.5, Thunderbird 1.5.0.9 , Enigmail 0.94.2
Lizenz: GPL, OpenSource

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Der Switch zum Mac - kostenlose Software-Ausstattung für Umsteiger

15. August 2006 · 35 Comments

Na, wenn das kein erfreulicher Anlass ist… Noch diese Woche wird ein weiterer meiner Kollegen (ein Anwendungsentwickler!) - auf den Mac umsteigen. Die Gelegenheit, ihn und andere Switcher mit den ultimativen Freeware-Paketen zu begrüßen.

Das Internet-Paket: Browser, Mails, RSS und Messaging

So schön Safari und Apple Mail auch sein mögen, wenn es um einen standardkonformen Browser und einen tauglichen IMAP-Mail-Client geht, laden wir uns erstmal dies herunter:

internet1.jpg

  • Firefox - da fällt der Umstieg von Windows leicht [Review]
  • Thunderbird - nicht so schick wie Apple Mail, aber besser für IMAP-Mail
  • Vienna - der OpenSource-Newsreader für RSS zwischendurch [Review]
  • Skype - schon fast ein Standard, wenn es um Messaging und Telefonie geht

Security-Paket: Backup, Antivirus und Verschlüsselung

Über den Sinn von Antiviren-Maßnahmen auf dem Mac kann man ja noch streiten, über die Themen Backup und Verschlüsselung sicher nicht.

security.png

  • arRsync - regelmäßig angewandt wirkt sich diese Backup-Software sehr nervenberuhigend aus [Review]
  • ClamXav - wir wollen doch unsere Windows-Kollegen nicht verseuchen? Also auch ein Virenschutz für das MacBook [Review]
  • Mac GPG - Voraussetzung für die Mailverschlüsselung
  • Enigmail-Extension für Thunderbird - hiermit verschlüsselt der Thunderbird

Webentwicklungs-Paket: Editor und Browser-Extensions

Angeblich nicht die Domäne des Mac - sieht man ihn doch immer noch eher bei den so genannten Kreative - bietet sich gerade hier eine erfreuliche Vielfalt an kostenloser Software.

webdev.png

Produktivitäts-Paket: Launcher, GTD usw.

OS X und der Finder sind um Meilen besser als der Windows-Explorer und Konsorten - aber auch diesen Bereich kann man noch verbessern

productivity.png

Das Office-Paket

Ja, hier klafft eine Lücke. Einem, der gerade aus der Windows-Umgebung entflohen ist, kann ich wohl kaum das MS Office-Paket empfehlen. Ist ja auch nicht gerade Freeware… OpenOffice für den Mac benötigt X11 - nicht gerade das, was man auf dem benutzerfreundlichsten System haben möchte. Da bleibt aktuell nur NeoOffice. Java-basiert und nicht wirklich mac-like. Aber es funktioniert und eine Aqua-Variante ist auch angekündigt.

office.png

  • NeoOffice - Office-Alternative mit Einschränkungen
  • Freemind - der plattformübergreifende Mindmapper [Review]
  • Update 13.05.2007: Bean - schlanke OpenSource-Textverarbeitung [Review]

Damit ist der Mac bereit für die meisten Alltagsaufgaben. Alles, was Spaß macht oder von der Arbeit abhält, wird ohnehin schon mitgeliefert und viele weitere Freeware-Programme zu iTunes und Co. finden sich hier.

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ClamXav - Pflichtübung Virenschutz

10. August 2006 · 11 Comments

In 10 Jahren Mac - und es waren “wilde Jahre” dabei - habe ich mir exakt dreimal einen Virus eingefangen. Einen für Mac OS Classic und zwei für Windows. Wirklich brisant ist dieses Thema also nicht. Dennoch: als portabler Mac in einem gemischten Netz (natürlich rundum gesichert) möchte ich nicht derjenige sein, der vom Admin erwischt wird, wie er - quasi als “Wirtstier” - die digitale Krätze für die Windows-Kollegen einschleppt.

clamxav_logo.png

ClamXav ist die OSX-Variante des OpenSource-Antivirus-Programms ClamAV. Es wurde erst kürzlich in einem lesenwerten Artikel über Nutzen und Schaden von Anti-Virus-Software für OS X bei MacFixIt als bester OSX-Viren-Scanner erwähnt.

Wie kommerzielle Programme holt es sich automatisch die aktuellsten Virendefinitionen, kann festzulegende Verzeichnisse überwachen und zeitgesteuert automatisch scannen.

clamxav_screen_.png

Also: als kleine Freundlichkeit gegenüber unseren anfälligen Windows-Nachbarn sollten wir uns doch diese Software installieren…

Systemvoraussetzungen: 10.3 (eine ältere Version für Jaguar gibts auch noch)
Download: ClamXav 1.03

(Dies ist übrigens die 50. Software in meinem Blog… Jubiläum!)

Nachtrag 02.09.06:
Bei O’Reilly gibt’s einen ausgiebigen Artikel über ClamXav nebst Interview mit dessen Entwickler Mark Allan. Lesenswert.

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