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Songbird - OpenSource-Alternative zu iTunes

16. Februar 2008 · 9 Comments

Songbird ist ein Open-Source-Audioplayer auf Mozilla-Basis, der sich inzwischen zu einer erstzunehmenden Alternative zu iTunes gemausert hat.

Get Songbird

Auch wenn Songbird in erster Linie ein Browser ist - Firefox-User werden sich sofort zuhause fühlen - sieht es aus wie ein (dunkelgrauer) Clone von iTunes. Die Darstellung der Medienbibliothek (die man natürlich aus iTunes importieren kann) ist nahezu identisch.

Im aktuellen Developer-Preview in der Version 0.4 läuft der Player stabil und bietet einige Features, die iTunes nicht hat, und sicher auch nie bieten wird. Songbird folgt nämlich nicht nur technisch dem Gedanken freier Software, es unterstützt auch sehr elegant das Browsen, Downloaden und Abspielen frei zugänglicher MP3-Songs.

Besucht man eine Seite, auf der MP3-Songs verlinkt sind (wie z.B. das unbedingt lesens- und hörenswerte Musik-Blog nicorola.de ), werden diese ausgelesen und als kleine Playliste am Fuß des Fensters angezeigt. Von dort kann man sie entweder direkt abspielen oder herunterladen und der eigenen Bibliothek hinzufügen. Sehr praktisch: man kann auch so genannte Abonnements speichern, die festgelegte Seiten regelmäßig nach neuen Titeln durchsuchen.

Zwei kleine Problemchen halten mich noch vom endgültigen Umzug ab. Die Anbindung an Last.fm ist etwas unstabil, das Scrobbeln über das einzig verfügbare Plugin läuft noch etwas unkomfortabel und leider auch unzuverlässig. Und: aktuell verwende ich iTunes mit zwei verschiedenen Bibliotheken, ein Trick den Songbird noch nicht beherrscht.

Wer Last.fm mit dem schwarzen Interface verwendet, wird verblüfft sein, wie nahtlos es sich ins Songbird-Design einfügt. Hier wächst (zumindest optisch) zusammen, was zusammen gehört. In diesem Sinne fehlt eigentlich nur noch eine richtig gute technische Verbindung. So werden z.B. die bei Last.fm angebotenen kostenlosen MP3s komischerweise nicht wie oben beschrieben angezeigt.

Spannend auch: da sich Songbird - genau wie Firefox - mit Add-Ons und Themes (hier liebevoll “Feathers” genannt) aufrüsten lässt, hat sich eine lebendige Community rund um das Vögelchen gebildet, in der man neben technischen News auch den ein oder anderen musikalischen Tipp erhält.

Systemvoraussetzungen:  OS X 10.4
Download: Songbird 0.4 Developer Release
Lizenz: OpenSource

Categories: Browser · Freeware · Mac OS X · Musik · OpenSource · iTunes
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BBC Radio Widget - Radio 1.0 trifft Last.fm

22. Dezember 2007 · 8 Comments

Dashboard Widgets habe ich hier nicht vorgestellt, da sich mir ihr Sinn - und der des Dashboards im allgemeinen - bisher nicht erschlossen hat.

Wenn aber einer der wichtigsten Radiosender der Welt, nämlich die BBC, ein Widget programmieren lässt, mit dem man das eben online gehörte Radioprogramm zu Last.fm scrobbeln kann, dann ist das schon eine Erwähnung wert. (übrigens auch für Last.fm selbst) Schließlich kommt dies einer faktischen Anerkennung des neuen Mediums durch das klassische Radio “1.0″ gleich.

Dabei verwendet das Widget den ohnehin verfügbaren Live-Stream im Real Player-Format und scrobbelt die mit übertragenen Informationen zu Titel und Künstler ins Last-fm-Profil. Aktuell stehen 4 Kanäle zur Auswahl: Radio 1, Radio 2, 6 Music und 1 Xtra.

Da BBC für alle 4 Kanäle auch User-Profile (Radio 1, Radio 2, 6 Music und 1 Xtra.) bei Last.fm angelegt hat, und dort selbst das komplette (!) Radioprogramm scrobbelt, kann man vorab über das Taste-O-Meter abgleichen, welcher der Kanäle am besten zum eigenen Musikgeschmack passt. Das ist wahrlich Radio 2.0!

Einziger Nachteil: der Real Player ist Voraussetzung, und der läuft halt manchmal mit etwas mauer Qualität.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wann die ersten deutschen Sender dieses neue Userbindungs-Tool entdecken und vor allem, wann mein Lieblingssender motor.fm mitmacht.

Systemvoraussetzungen: OSX 10.4, Real Player
Download: BBC Radio Widget 0.2.1
Lizenz: Freeware

Categories: Audio · Freeware · Mac OS X · Musik · Widgets
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iScrobbler - schlanker Last.fm-Sender

3. Dezember 2007 · 8 Comments

Habe ich meine liebste Internetplattform Last.fm eigentlich schon gepriesen? Na klar. Aber ein weiterer Bericht soll erlaubt sein. Mit dem hier bereits vorgestellten Last.fm-Player bekommt der Musik-Freund Zugang zur weiten Welt der Last.fm-Radios und kann gleichzeitig die gehörte Musik seinem Profil hinzufügen.

Auf der selben von Last.fm Audioscrobbler genannten Technologie setzt das Menüleisten-Programm iScrobbler auf. Solange man seine Musik vorrangig in iTunes hört, tut es im wesentlichen dasselbe wie Last.fm, nämlich das eigene Musikprofil aktualisieren. Dies geht allerdings wesentlich weniger ressourcenfressend vonstatten. (Programmgröße 2,9 MB statt 85 MB bei Last.fm) und funktioniert schon seit längerem zuverlässig mit iPods (selbst mit meinem etwas betagten Shuffle).

Natürlich bietet es auch die Funktionen, Titel zu taggen, zu Lieblingstiteln zu erklären oder anderen Last.fm-Usern zu empfehlen.

Weitere Informationen zu den gehörten Titeln kann man bei Bedarf ebenfalls einblenden, ansonsten zieht sich das Programm immer diskret in die Menüleiste zurück. Dass es eine Schnittstelle zu Growl hat, versteht sich von selbst.

Die einzige Funktion, die ihm im Gegensatz zur “offiziellen” Last.fm-Software fehlt ist das Last.fm-Radio, aber selbst das gibt es schon in der aktuellen Beta-Version.

Auf dieses Tool brachte micht übrigens Ralph mit seinem Kommentar zu meinem ersten Last.fm-Beitrag. Besten Dank dafür!

Systemvoraussetzungen: OS X 10.3.9
Download: iScrobbler 1.5.2
Lizenz: OpenSource

Categories: Audio · Mac OS X · Musik · OpenSource · iTunes
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Moody - iTunes nach Lust und Laune

14. Mai 2007 · 9 Comments

Von “Sad & Calm” bis “Loud & Happy” kann man mittels Moody seine Titel in der iTunes-Bibliothek taggen. Dies funktioniert ganz transparent (und dauerhaft) durch einen kleinen Eintrag im Kommentar-Feld der MP3-Tags.

Das Ziel ist klar: neue, intelligente Wiedergabelisten - und zwar passend zur Stimmung. Moody bietet zwei Modi: im Tag-Modus kann man durch einen Klick auf den farblich markierten “Stimmungs-Quadranten” in einer 4 mal 4 großen Matrix das passende Stimmungs-Tag zum aktuell laufenden Titel vergeben. Im Listen-Modus wählt man dann eines oder mehrere Quadrate aus und schon wird eine passende Playlist erstellt und via iTunes abgespielt.

Die farbliche Codierung ist schnell intuitiv erfasst und das Ganze integriert sich so elegant in iTunes, dass ich fast geneigt bin, dem Programm eine ähnliche Zukunft wie Coverflow zu prophezeien… ;)

Trotz der beunruhigend niedrigen Versionsnummer 0.1 läuft Moody sehr ziemlich zuverlässig.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: Moody 0.1
Lizenz: Donationware

Categories: Audio · Freeware · Mac OS X · Musik · iTunes

Last.fm - kostenloser Musikspion mit Spaßfaktor

19. April 2007 · 9 Comments

Der Last.fm-Player ist eigentlich “nur” der verlängerte Arm der gleichnamigen Musik-Community.

In knappen Worten: mit einem Account bei Last.fm kann man seine Musik-Vorlieben speichern und auf diesem Weg andere Leute und Events finden, die mit den eigenen Vorlieben übereinstimmen. Indirekt findet man damit neue Musik, die einem gefallen könnte und die man bisher vielleicht noch nicht kannte. Und dies funktioniert aufgrund der riesigen Datenbasis inzwischen ausgezeichnet.

Mit dem Player hat man nun zwei Möglichkeiten: entweder man hört einen Internet-Radio-Kanal mit Titeln aus dem Last.fm-Bestand, den man sich nach Tags oder ähnlichen Künstlern zusammenstellt.

Oder man hört “ganz normal” Musik per iTunes und lässt sich per Last.fm-Player Informationen zu den Künstlern anzeigen (diese werden übrigens von den Usern per Wiki gepflegt). In beiden Fällen werden - wenn man das so genannte “Scrobbeln” aktiviert hat - die gespielten Titel im eigenen Profil gespeichert.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: Last.fm 1.1.3
Lizenz: Freeware, OpenSource GPL

Ob man sich diese Freeware installieren mag, muss jeder selbst entscheiden. Datenschutz-sensible Leser mögen diesen Beitrag einfach überspringen.

Ich habe Sie hier besprochen, weil Sie inzwischen unter meinen täglich verwendeten Softwares einen Stammplatz hat, mir viel neue Musik nahe gebracht hat - und für mich außerdem eine der spannendsten Entwicklungen im so genannten Web 2.0 ist…

Categories: Freeware · Mac OS X · Musik · OpenSource · iTunes