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Auf der Suche nach einer Alternative zum inzwischen kostenpflichtig gewordenen Imagewell bin ich bei Andreas und Manuela auf sehr wohlwollende Beiträge zu Skitch gestoßen. Also habe ich meine Vorbehalte, dass man sich für die Nutzung von Skitch erstmal einen Upload-Account beim zugehörigen Bild-Portal anlegen muss, überwunden und mich ans Testen des kleinen Programms gemacht.

Und ich muss sagen: wow! Ich dachte, Imagewell sei an Einfachheit nicht zu übertreffen, aber Skitch belehrt mich eines besseren. Auch wenn das Interface auf den ersten Blick etwas verspielt aussieht, der Funktionsaufbau ist derart logisch, dass man schnell alle Features erfasst hat und begierig die Tastaturbefehle lernt - wodurch das Bildbearbeiten noch flotter vonstatten geht.

Mein bevorzugter Anwendungszweck ist das Erstellen und Kommentieren von Screenshots. Dafür bietet Skitch verschiedene Modi - und die Möglichkeit zur Aufnahme von Snapshots mit der integrierten iSight. Dann geht es ganz schnell.
- Kreise, Rechtecke, Linien, Pfeile und Farbflächen hinzufügen
- Das Bild Skalieren und Zuschneiden (durch einfaches Ziehen am Fensterrahmen)
- Rotieren und Spiegeln
- Schlagschatten hinzufügen
Interessant wird es bei der Weiterverwendung der Bilder. Hier gibt es unterschiedlichste Methoden. Man kann sie
- per Drag & Drop in jedes beliebige Programm oder den Finder ziehen
- auf den Skitch-Server laden
- per FTP, SFTP oder WebDAV auf beliebige Server laden
- zu Flickr senden
- zum .mac-Account senden
- per Mail versenden
Dabei wird alles in einer History protokolliert, die sich - wie bei Dashboard-Widgets - auf der “Rückseite” des Programm-Fensters befindet.

Wenn man übrigens dort einen Eintrag löscht, wird man gleich gefragt, ob die entsprechende Remote-Kopie (auf dem FTP-Server, Flickr,…) gleich mit gelöscht werden soll.
Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich der Zugriff auf das Bild-Verzeichnis. Hier kann man Bilder zur Weiterverarbeitung und Versendung mit Skitch auswählen.
Kurzum: dieses Programm schleicht sich sofort in den Workflow ein. Aktuell steht es kostenlos als “Open Beta” zur Verfügung. Informationen zur zukünftigen Lizenzpolitik habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.
Systemanforderungen: OS X
Download: Skitch 1.0b (nach Registrierung)
Lizenz: kostenlose “Open Beta”Â
Categories: Freeware · Mac OS X · Top 10 · imaging
Hier habe ich noch vollmundig behauptet, einen Texteditor wechsle man nicht so schnell - und nun tue ich es wohl doch… Ein Blogeintrag bei Free Mac Software hat mich mal wieder zu Smultron geführt. Und nach wenigen Minuten war klar. Jetzt hat der Editor alles, was ich brauche…

Das wichtigste zuerst: in seiner aktuellen Version 3.5 läuft Smultron nur unter OS X 10.5, profitiert dafür aber z.B. von der Quicklook-Funktion. Mit der grundlegenden Überarbeitung des Interfaces ist der aktuelle Smultron nicht nur schicker als sein Vorgänger - es ist auch wesentlich eleganter als Textwrangler.

Interessant: der direkte Vergleich mit Smultron 2.1.5:

Sonst gilt grundsätzlich das im zitierten Beitrag gesagte. Die dort aufgeführten Nachteile sind größtenteils behoben, ich vermisse jetzt nur noch die Diff-Funktion und Code-Faltung. Dafür wartet Smultron nun mit Autocomplete für Befehle auf, hat eine sehr schöne erweiterte Suchfunktion und die bereits erwähnte Verwaltung von Codeschnipseln und Templates.
Das Handling ist insgesamt eleganter. Kurzum: ein (fast) perfekter Freeware-Editor.
Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Download: Smultron 3.5
Lizenz: Freeware (Spenden gern gesehen)
Categories: Freeware · Mac OS X · Webentwicklung
Getaggt: CSS, Editor, HTML, PHP, Programmierung
Zwei Ansätze kenne ich, im alltäglichen Wildwuchs der geöffneten Fenster den Durchblick zu behalten. Der eine, nämlich das Einrichten mehrerer, so genannter virtueller Desktops, ist mit der Systemerweiterung Spaces seit Leopard im Betriebssystem integriert. Ein Prinzip, das unsere Linux-Freunde schon lange kennen: der Desktop wird durch mehrere hintereinander (oder nebeneinander) liegende, weitere Desktops vergrößert.

Wenn man dann in “Spaces” die Zuordnung seiner Programme zu bestimmten Spaces festlegt, kann man eine schöne Logik herstellen: da liegt dann der HTML-Editor und der FTP-Client auf einem Desktop, die Office-Anwendungen auf einem anderen, usw… Wer mit Apfel+Tab von einem Programm zum nächsten wechselt, bekommt immer die dazu passenden Programme aktiviert und der Übergang von einem Space zum nächsten wird schick animiert. (Eine lebendige Diskussion, wie man sich Spaces optimal einrichtet, hat sich bei apfelquak entwickelt)

Andere Programme verfolgen den Weg, alle überflüssigen Fenster auszublenden. Dies soll der Konzentration auf eine Anwendung dienen.

Von den verschiedenen Kandidaten gefällt mir Isolator am besten. Es integriert sich mit einem Icon in der Menüzeile und steht mit einem systemweiten Tastaturbefehl (Apfel-Shift-I) jederzeit zur Verfügung.

Dabei habe ich mir Isolator nicht mit der Standard-Schwarzmaske eingerichtet, sondern das gleiche Blau wie bei meinen Standard-Desktophintergrund verwendet. Der Effekt ist verblüffend: nicht nur alle störenden Fenster verschwinden, sondern scheinbar auch der gesamte Inhalt des Desktops (natürlich auch über zwei Monitore hinweg), ohne dass dabei alles in nächtlicher Schwärze versinkt. Sehr angenehm.

Systemvoraussetzungen: Spaces: OS X 10.5, Isolator: OS X 10.4
Download: (Spaces ist Bestandteil von OS X 10.5), Isolator 3.0
Lizenz: Isolator: Donationware
Eine Alternative zu Spaces für Tiger-User ist VirtueDesktops.
Categories: Freeware · Mac OS X · Productivity · System Utilities
Getaggt: desktop, Finder, Productivity

Auf den ersten Blick ein kurioser Ansatz: mit Fluid macht man sich aus jeder Website ein eigenständiges Programm. Dazu öffnet man einfach mit Fluid eine beliebige Webadresse, gibt dem “Programm” einen Namen und fügt ein Icon hinzu - und fortan kann man Google Mail und Konsorten als eigenständige Programme betreiben.

Mit sämtlichen Klicks innerhalb der gewählten Domaine bleibt man im neu geschaffenen Fluid-Programm, alle externen Links führen - ganz logisch - in den Standwardbrowser.

Besonders praktisch ist Fluid tatsächlich für Websites, die in sich geschlossene Web-Anwendungen anbieten und unabhängig vom Browserbetrieb betrieben werden sollen. Damit sind sie auch unabhängig von Browser-Abstürzen und müssen nicht im zwanzigsten Tab versteckt werden. Wer außerdem viel mit Apfel-Tab zwischen Programmen wechselt, weiß zu schätzen, dass Fluid-Programme sich in die Programmleiste einreihen (und natürlich auch im Dock erscheinen). Fortgeschrittene können mit Plug-Ins, einer Javascript -API und Userskripten dem Programm noch weitere Tricks beibringen.
Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Download: Fluid 0.8.8
Lizenz: Freeware
Categories: Browser · Freeware · Mac OS X
Getaggt: Browser
Zuerst habe ich die Heise-Meldung vom 1.4. für einen Aprilscherz gehalten. Aber tatsächlich: Zattoo, der P2P-Streamingdienst, der bisher eher mit einer lauen Programmauswahl ausgestattet war, bietet seit dem 1.4.2008 zusätzlich vierundzwanzig (!) öffentlich-rechtliche Kanäle an.

Nach einer Registrierung bei Zattoo stehen einem damit in der Player-Software neben ARD, ZDF, allen Dritten und digitalen Spartenkanälen auch 3SAT und Phoenix auf dem Rechner zur Verfügung. Dies alles zwar nur im Mäusekino-Format, dafür aber jederzeit und unabhängig von DVB-T, Kabel oder Satellit.
Kein schlechtes Angebot.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: Zattoo (nach Registrierung)
Lizenz: Freeware
Categories: Freeware · Mac OS X · Video
Getaggt: Internet-TV, P2P, Streaming, TV