Archiv der Kategorie: Browser

Chromatic und Chromium – Chrome ohne Google

Wer sich mit Google Chrome nicht anfreunden mag, weil er befürchtet, ungewollt Daten an Google zu übermitteln, kann auch zu Chromium greifen. Dies ist die OpenSource-Software, die dem Google-Browser zu Grunde liegt.

Der Browser ist tatsächlich deutlich schneller als Firefox und bietet ebenfalls viele Extensions,  die sich allerdings deutlich eleganter verwalten lassen. Ein Testlauf lohnt sich also allemal.

Der Zugang zur aktuellen Chromium-Version ist allerdings nicht ganz einfach. Und hier kommt das Hilfsprogramm Chromatic zum Einsatz. Mit ihm installiert und aktualisiert man Chromium mit wenigen Klicks.

Systemvoraussetzungen:  OS X 10.5
Download: Chromatic 0.1 (installiert und aktualisiert Chromium)
Lizenz: OpenSource BSD License

Quartz PDF Plugin – Firefox statt Vorschau

Safarianer werden gähnen, kann ihr Lieblingsbrowser dies doch von Hause aus: nämlich PDF-Dateien im Browser-Fenster anzeigen.

Mit dem Quartz-PDF-Plugin kann dies nun auch der Firefox ab Version 3. Besonders hilfreich für all diejenigen, die auf einen PPC-Mac noch das PDF-Browser-Plugin installiert hatten, das aber leider nicht für Intel-Macs portiert wurde. Das Quartz-PDF-Plugin ist zwar vom Handling noch etwas rudimentär – die wenigen Funktionen verbergen sich im Kontextmenü – aber es erfüllt seinen Zweck.

Da es sich so unauffällig integriert, und auch Kurzbefehle wie “Apfel+S”, “Apfel+F” und “Apfel+P” genau das tun, was wan von ihnen erwartet, vergisst man innerhalb kürzester Zeit, dass es ein Plug-In ist, das einem diese Selbstverständlichkeiten ermöglicht. (Deshalb auch erst jetzt ein Beitrag dazu. Dank an Eiko für den Hinweis)

Systemvoraussetzungen: OSX 10.4, Firefox 3.0
Download: Quartz PDF Plugin 0.9.8
Lizenz: OpenSource (MIT Lizenz)

Firefox 3 – Download Day am 17. Juni

Angelockt von den angeblich sensationellen Geschwindigkeitszuwächsen betreibe ich den neuesten Firefox seit der dritten Public Beta parallel (mit zwei Profilen, man weiß ja nie) zur aktuellen Version 2. Inzwischen sind wir beim Release Candidate 3 angelangt – der Launch der finalen Version 3 steht kurz bevor. Und ich kann nur sagen: der Umstieg wird sich lohnen!

Der erste Eindruck nach der Installation war zuerst enttäuschend. Das als sehr mac-like gepriesene Standard-Theme wollte mir nicht so recht gefallen.

Aber hier gibts im Hause Aronnax wieder Abhilfe durch das GrApple Theme. Und wenn wir schon dabei sind, den Fuchs Richtung Safari zu trimmen, bauen wir mit der Extension Fission den typischen Safari-Ladebalken in die Adresszeile und legen mittels eines Userstyles und der Extension Stylish Stop- und Reloadbutton zusammen. Voilà:

Auf dem Weg durch die Beta-Versionen wurden immer mehr Extensions kompatibel gemacht, bis auf die einschließlich der Extension für Selenium-Tests funktionieren inzwischen alle meine Add-Ons, die den Firefox so praktisch machen.

Wirklich toll sind aber die vielen kleinen und großen Optimierungen, die dem Firefox meines Erachtens einen erheblichen Vorsprung vor dem Safari sichern. So ist z.B. das Bookmark-Handling und die del.icio.us-Integration toll gelöst – hier hat man sicher einiges von Flock gelernt.

Um die Veröffentlichung des neuen Browsers entsprechend zu feiern, hat die Community für den 17. Juni 2008 den Download-Day angekündigt, an dem ein weltweiter Download-Rekord aufgestellt werden soll. Jeder ist eingeladen, daran teilzunehmen. Ich bin dabei.

Download Day - German

Systemvoraussetzungen: OS X
Download: am 17.06.2008 ;)
Lizenz: OpenSource, Freeware

Nachtrag 17.06.08: Auf seiner Website “Mit Firefox per Du” erklärt Ralph Segert in einem Video ganz anschaulich 10 Highlights des FF3.

Fluid – website-spezifische Browser herstellen

Fluid Icon

Auf den ersten Blick ein kurioser Ansatz: mit Fluid macht man sich aus jeder Website ein eigenständiges Programm. Dazu öffnet man einfach mit Fluid eine beliebige Webadresse, gibt dem “Programm” einen Namen und fügt ein Icon hinzu – und fortan kann man Google Mail und Konsorten als eigenständige Programme betreiben.

Fluid Icon

Mit sämtlichen Klicks innerhalb der gewählten Domaine bleibt man im neu geschaffenen Fluid-Programm, alle externen Links führen – ganz logisch – in den Standwardbrowser.

Fluid Icon

Besonders praktisch ist Fluid tatsächlich für Websites, die in sich geschlossene Web-Anwendungen anbieten und unabhängig vom Browserbetrieb betrieben werden sollen. Damit sind sie auch unabhängig von Browser-Abstürzen und müssen nicht im zwanzigsten Tab versteckt werden. Wer außerdem viel mit Apfel-Tab zwischen Programmen wechselt, weiß zu schätzen, dass Fluid-Programme sich in die Programmleiste einreihen (und natürlich auch im Dock erscheinen). Fortgeschrittene können mit Plug-Ins, einer Javascript -API und Userskripten dem Programm noch weitere Tricks beibringen.

Systemvoraussetzungen: OS X 10.5
Download: Fluid 0.8.8
Lizenz: Freeware

Songbird – OpenSource-Alternative zu iTunes

Songbird ist ein Open-Source-Audioplayer auf Mozilla-Basis, der sich inzwischen zu einer erstzunehmenden Alternative zu iTunes gemausert hat.

Get Songbird

Auch wenn Songbird in erster Linie ein Browser ist – Firefox-User werden sich sofort zuhause fühlen – sieht es aus wie ein (dunkelgrauer) Clone von iTunes. Die Darstellung der Medienbibliothek (die man natürlich aus iTunes importieren kann) ist nahezu identisch.

Im aktuellen Developer-Preview in der Version 0.4 läuft der Player stabil und bietet einige Features, die iTunes nicht hat, und sicher auch nie bieten wird. Songbird folgt nämlich nicht nur technisch dem Gedanken freier Software, es unterstützt auch sehr elegant das Browsen, Downloaden und Abspielen frei zugänglicher MP3-Songs.

Besucht man eine Seite, auf der MP3-Songs verlinkt sind (wie z.B. das unbedingt lesens- und hörenswerte Musik-Blog nicorola.de ), werden diese ausgelesen und als kleine Playliste am Fuß des Fensters angezeigt. Von dort kann man sie entweder direkt abspielen oder herunterladen und der eigenen Bibliothek hinzufügen. Sehr praktisch: man kann auch so genannte Abonnements speichern, die festgelegte Seiten regelmäßig nach neuen Titeln durchsuchen.

Zwei kleine Problemchen halten mich noch vom endgültigen Umzug ab. Die Anbindung an Last.fm ist etwas unstabil, das Scrobbeln über das einzig verfügbare Plugin läuft noch etwas unkomfortabel und leider auch unzuverlässig. Und: aktuell verwende ich iTunes mit zwei verschiedenen Bibliotheken, ein Trick den Songbird noch nicht beherrscht.

Wer Last.fm mit dem schwarzen Interface verwendet, wird verblüfft sein, wie nahtlos es sich ins Songbird-Design einfügt. Hier wächst (zumindest optisch) zusammen, was zusammen gehört. In diesem Sinne fehlt eigentlich nur noch eine richtig gute technische Verbindung. So werden z.B. die bei Last.fm angebotenen kostenlosen MP3s komischerweise nicht wie oben beschrieben angezeigt.

Spannend auch: da sich Songbird – genau wie Firefox – mit Add-Ons und Themes (hier liebevoll “Feathers” genannt) aufrüsten lässt, hat sich eine lebendige Community rund um das Vögelchen gebildet, in der man neben technischen News auch den ein oder anderen musikalischen Tipp erhält.

Systemvoraussetzungen:  OS X 10.4
Download: Songbird 0.4 Developer Release
Lizenz: OpenSource