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Postbox – der bessere Thunderbird?

16. Februar 2009 · 9 Kommentare

postbox-icon

Neue Mail-Clients erscheinen recht selten. Umso erfreulicher, was hier mit Postbox an den Start geht. Auf der technischen Basis des OpenSource-Klassikers Thunderbird wurde hier ein modernes und elegantes Programm veröffentlicht, das mit einigen interessanten Features zu überzeugen vermag.

Zu allererst fällt das Interface aus, das absolut mac-like ist und mit keinem der vielen Thunderbird-Themes auch nur annähernd erreicht wird.

postbox-screen1

Einige der Features, die Postbox von Thunderbird unterscheiden, im Überblick:

  • Mächtige Suchfunktionen, darunter eine google-mäßige Volltextsuche mit Ergebnis-Vorschau und einer eigenen, Suchsyntax
  • Tabs: mehrere Mail-Accounts, Mails, Suchergebniss usw. werden nicht in eigenen Fenstern sonder Tabs dargestellt
  • Integriertes Todo-Management und Kategorisierung (Tagging) von Mails
  • Eine Sidebar die sämtliche in einem Mail enthaltenen Links und Attachments auflistet
  • Eine Sidebar für die Mailerstellung, die die Einbindung vorhandener Attachments, Links, Places, Picasa-Bildern unterstützt
  • Integration des  Apple-Adressbuchs (was Thunderbird erst in der Version 3 beherrschen wird)

postbox-screen2
Ergebnis der Volltextsuche

Leider hat das Programm auch seine Schattenseiten: aktuell bietet es keine Unterstützung von Mail-Verschlüsselung an – und auch die Antworten im eigens eingerichteten User-Portal bieten keine Aussicht auf eine baldige Lösung. Eine Integration eines Kalenders ist allerdings in Planung (jetzt habe ich mich doch gerade mit Lightning angefreundet).

Die am wenigsten beantwortete Frage beim User-Portal ist allerdings die nach dem zukünftigen Lizenzmodell. Die aktuelle Beta ist noch kostenlos, aber ich befürchte, das wird nicht so bleiben…

Systemvoraussetzungen: OS X 10.4
Download: Postbox 1.0b7
Lizenz: ??? (aktuell kostenlose Beta)

Kategorien: Mac OS X · Mail

9 Antworten bis hierher ↓

  • M. Jordan // 19. Oktober 2009 um 9:41

    Der Blogeintrag zu Postbox ist zwar schon was älter, aber das hält mocht nicht davon ab, doch noch ein paar Abschiedsworte dazu zu verlieren.

    So, heute war der Tag, an dem Postbox den Weg alles Sterblichen ging: Ende der Testphase, wenn ich damit weiter arbeiten möchte, dann doch bitte 40 US$.

    Nicht mit mir.

    Thunderbird 3 installiert. Ist quasi das gleiche. Man kann auch fast das ganze Postbox-Verzeichnis einfach nach TB3 kopieren und es funktioniert.

    Postbox ist ja schließlich bei Mozilla dank besch… MPL-Lizenz „geklaut“. Unverschämtheit von den Postbox-Leuten. Ihr könnt mir mal im Mondschein begegnen.

  • M. Jordan // 16. Juni 2009 um 10:40

    Na, jetzt kommt’s ja langsam raus: Postbox hat einen angepeilten Preis von 39,95 $.

    Ein Hammer ! Den Sourcecode gibt’s gratis, die Betatester arbeiten für lau und dann soll man 40 US-Kröten dafür hinblättern.
    Und bei den Preisvorstellungen wieder ein Produkt, das den Bach runtergeht. Das Wort „Wirtschaftskrise“ scheint bei denen noch nicht angekommen zu sein.
    Wer legt denn für marginale Verbesserungen gegenüber Thunderbird oder mail.app auch noch soviel Geld auf den Tisch ?

    Tock, tock, tock….Die spinnen total, die Amis !

  • Hartmann // 11. März 2009 um 10:46

    Klingt sehr gut, aber ich glaube ich bleibe lieber bei Mail. Sonst ist ihre Seite sehr interessant. Machen sie weiter so!

  • 1000 Gewinnspiele // 1. März 2009 um 3:29

    Also ich bleibe lieber bei Mail.

  • Mike // 1. März 2009 um 11:18

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  • M. Jordan // 27. Februar 2009 um 10:01

    Die Formulierung „bietet keine Mail-Verschlüsselung an“ ist vielleicht nicht ganz richtig: Postbox bietet keine direkte PGP-Unterstützung an. Da bleibt wohl nur der unbequeme Weg über Offline-Verschlüsselung, Copy&Paste.

    Es sieht aber so aus, als ob Postbox zumindest X.509-Zertifikate unterstützt und damit auch eine ausreichend sichere Verschlüsselung. Dank CACert .de oder Trustcenter kriegt man ja auch selbst die Ingredienzien für diese Verschlüsselungsart kostenlos.

  • Torsten // 17. Februar 2009 um 12:06

    Thunderbird steht unter einer Mehrfachlizenzierung (MPL/GPL/LGPL). Die MPL (Mozilla Public License) ist eine „sehr schwache Copyleft“-Lizenz. Zitat Wikipedia: „Grundsätzlich müssen geänderte oder kopierte Quelltextdateien weiterhin unter der MPL bleiben, dürfen jedoch zusammen mit proprietärem Code für ein Programm verwendet werden. Somit kann eine proprietäre Version von unter der MPL stehenden Open-Source-Programmen veröffentlicht werden – beispielsweise der Netscape Navigator ab der Version 6, der eine proprietäre Version von der entsprechenden Mozilla Suite bzw. von Mozilla Firefox ist. Ein starkes Copyleft wie die GPL hat die MPL nicht.“

  • Waldemar // 17. Februar 2009 um 12:06

    Unter welcher Lizenz steht Thunderbird? Bei GPL ist es ja so, dass alles, was auf GPL-Software aufsetzt, auch GPL sein muss.

  • Hans-Helge // 16. Februar 2009 um 11:39

    Also ich hatte mir die Beta schon angesehen, aber die Funktionen waren mir einfach zu present aufgetischt. Also mich hat es gestört wie zugepackt die Oberfläche dann ist. Dazu kommt das ich die meisten Funktionen nicht brauche und so bleibe ich lieber bei Apple Mail. Und wenn Postbox dann noch kostenpflichtig werden sollte wäre ich nicht bereit Geld dafür ausgeben.

    Warum wechseln wenn alles gut ist :)

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